Unser Teesortiment aus SriLanka, Darjeeling, Assam, Südafrika

 

 Warenkunde Herkunftsländer Öko? Logisch! Transfair Teesortiment Wisssen Tee

 

Tee aus fairem Handel liegt voll im Trend!

 
Immer mehr Teetrinker/innen entdecken dabei die "Urform" des Teetrinkens mit der die Teekultur vor rund 5000 Jahren ihren Anfang nahm: den grünen Tee. Wir haben der enormen Nachfrage nach Grüntee Rechnung getragen und gemeinsam mit unseren Partnern in Darjeeling und Sri Lanka die Herstellung von grünem Tee aus ökologischem Anbau stark ausgeweitet.


Neben dem attraktiven Angebot an schwarzen und grünen Tees bester Qualität bieten wir zunehmend Früchte- und Kräutertees aus fairem Handel an.


Die Tees im gepa-Sortiment sind komplett in den Ursprungsländern bearbeitet und verpackt. Dies schafft viele zusätzliche Arbeitsplätze. So ermöglicht z.B. die Produktion der handgeschöpften Kartons für die Tees aus Indien ländlichen Kleinbetrieben die Existenzsicherung. Die Herstellung der Körbchen aus Palmblättern und Gräsern für die Verpackung der Tees aus Sri Lanka bedeutet z. B. nicht nur Arbeit und Einkommen für rund 2000 Frauen in wirtschaftlich benachteiligten Regionen, sondern trägt auch entscheidend zur Finanzierung von umfangreichen sozialen und wirtschaftlichen Dorfentwicklungsprogrammen bei.


Tee aus fairem Handel bedeutet nicht nur wichtige soziale und ökologische Entwicklungen in den Produktionsregionen, sondern ebenso hohe Qualität und echten Teegenuss.


Freuen Sie sich darauf!

 

 

 

Abwarten? Tee trinken

 

Die Briten, Weltmeister im Import und Konsum von Tee, machen eine tägliche Zeremonie daraus ‑ It's tea‑time.  Für die Chinesen ist er seit 200 v. Chr. Machtmittel und Handelsware, Politikum und Lebenselixier, bei uns ist er eine Alternative zum Kaffee. Nach Wasser ist Tee weltweit das wichtigste Getränk, von dem täglich rund um den Erdball 500 Millionen Tassen oder auch Gläser geschluckt werden. In grünen Blättchen, schwarzen Körnchen, oder, nicht sehr stilvoll, in weißen Beutelchen kommt er in die Tasse. Und in den exotischsten Düften in die Nase. Exotisch wie die Produktions- und Exportländer ‑ Sri Lanka, China, Indien, Kenia und Indonesien ‑ sind auch die Sortennamen und Geschichten, die sich um das Pflänzchen „camellia sinensis" drehen. So der "Earl Grey" der heute mit Bergamotte aromatisiert wird, was früher ein chinesischer Trick war, um mit beigemischten Fremdpflanzen die Menge zu strecken. Selbst Opium wurde einst von der britischen East India Company wortwörtlich versilbert, um in einem Dreiecksgeschäft das teure Lieblingsgetränk der Briten bei den nicht minder geschäftstüchtigen Chinesen zu erwerben.

 

Die Zeiten sind längst andere, die Bedingungen allerdings, unter denen Tee kultiviert, geerntet und verarbeitet wird, oft nicht weniger abenteuerlich als damals. Wie bei Kaffee und Kakao ist auch bei Tee die schwankende Markt‑ und Preislage eines der größten Probleme auf dem langen Weg von den Höhen der Felder in die Niederungen der Supermarktregale. Beides gleichgewichtig in die Waagschalen zu bringen, das Leben der Teepflückerinnen und angemessene Marktpreise, ist das Ziel der Weltläden und ihrer Partner. Damit aus früherer Ausbeutung gerechter Ausgleich wird. Einkaufen hilft dazu mehr als abwarten.

 

 

Warenkunde Tee

 

Weltweit wird in dreißig Ländern Tee produziert. Da in den Produktionsländern auch viel Tee getrunken wird, sind die größten Erzeugerländer nicht unbedingt die größten Exporteure. Damit unterscheidet sich Tee von Kaffee und Kakao, die überwiegend für den Export produziert werden. Trotzdem sind viele Anbauländer von den Devisenerlösen abhängig, die sie aus dem Tee-Export erwirtschaften. Oft decken jedoch die Weltmarkpreise nicht einmal die Produktionskosten.

Ein weiteres Problem für die Tee-exportierenden Länder ist, dass die gewinnbringende Veredelung - dies sind Mischen und Verpacken - nach wie vor überwiegend in den Industrieländern geschieht. Ein Prinzip der gepa ist daher, dass alle Tees in den Produzentenländern verarbeitet werden bis hin zur Endverbraucherverpackung. Damit wollen wir eine größtmögliche Wertschöpfung bei den Produzenten schaffen.


Ein weiteres Prinzip des gepa-Teehandels ist der direkte Einkauf auf den Plantagen, die Zahlung fairer Preise plus Sozial- und Biozuschläge. Qualitäts-Tee kommt fast ausschließlich von Plantagen (v.a. wegen der hohen Investitionskosten für die Verarbeitungsanlagen). Die gepa schließt ihre Verträge deshalb mit der jeweiligen Plantagenleitung bzw. einem Handelsunternehmen mit Exportlizenz ab; die Verwendung der Mehrpreiszahlungen ausschließlich zu Gunsten der Teearbeiter/innen ist Bestandteil dieser Verträge. Alle gepa-Tees tragen das TRANSFAIR-Siegel.


Botanik und Anbaugebiete

Der Ursprung der Teepflanze liegt in China, wo sich eine rund 5000 Jahre alte Teekultur nachzeichnen lässt. Im 6. nachchristlichen Jahrhundert brachten chinesische Buddhisten den Tee nach Japan. Die wild wachsende Pflanze verbreitete sich über weite Gebiete Südostasiens. Botaniker kennen zwei Tee-Varietäten: "Camellia sinensis var. sinensis" (oder "chinesischer Tee") hat kleinere, dickere und dunkelgrüne Blätter, ist frostverträglich und würde ohne Rückschnitte rund drei bis vier Meter hoch werden. "Camellia sinensis var. assamica" hat deutlich größere (nämlich bis zu 15 cm lange und 10 cm breite) und glänzende Blätter und würde natürlich belassen eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen. Die reinen Sorten sind heute allerdings auf dem Rückzug. Sie müssen in den meisten Teegärten so genannten Hybridsorten (aus vegetativer Vermehrung durch Stecklinge) weichen.

Tee braucht mittlere Jahrestemperaturen von mindestens 18° C und Höchstwerte von 32° C im Schatten, keinen bzw. seltenen und mäßigen Frost, täglich mindestens vier Stunden Sonne und gleichmäßig über das Jahr verteilte Regenfälle von wenigstens 1600 Litern. Ebenso wie beim Kaffee gelten Hochlagen als besonders geeignet für hochwertige Tees. Die Qualität ist allerdings noch von verschiedenen anderen Faktoren abhängig, wie z.B. Bodenbeschaffenheit und Klima. Die Hauptanbauländer für exportfähigen Tee sind Indien, China, Sri Lanka, Indonesien und Kenia.

Ernte und Verarbeitung

Die Teeproduktion beginnt mit dem Pflücken - eine anstrengende Arbeit, die in den meisten Anbauländern von Frauen geleistet wird. Für ein Kilogramm aufgussfertigen Tee benötigt man rund vier Kilogramm frische Teeblätter. Die Faustregel beim Pflücken heißt "Two leaves and a bud": Es werden nur jeweils die junge Blattknospe und die beiden darunter liegenden noch zarten Blätter gepflückt. Die Sorgfalt dabei ist von beträchtlicher Bedeutung für die Tee-Qualität. Bei einer groben Pflückung, bei der auch die derberen Blätter mitgenommen werden, verliert der Tee deutlich an Aroma und damit an Qualität. Während der Pflücksaison, die in vielen Anbauländern ganzjährig ist, gehen die Pflückerinnen in regelmäßigen Abständen und exakt geplanten "Pflückrunden" durch die Teegärten. Sofort nach der Ernte muss der Tee verarbeitet werden, da er sonst rasch an Qualität verliert.
 

Teeverarbeitung nach dem "orthodoxen" Verfahren"
 

1. Welken

Das Blattgut wird zunächst auf speziellen Drahtgittern ausgebreitet, durch die 12 bis 18 Stunden lang ein (teilweise angewärmter) Luftstrom geblasen wird. Bei diesem "Welken" verlieren die Blätter bereits rund ein Drittel ihres Wassergehalts und werden dadurch geschmeidig. Dies ist wichtig für das anschließende Rollen.


2. Rollen

Das gewelkte, noch grüne Blatt gelangt in so genannte "Roller-Maschinen", in denen die Blätter etwa eine halbe Stunde lang unter Druck gerollt und gequetscht werden. Dabei wird das Blattgut zerkleinert und werden die Wände der Blattzellen aufgebrochen.


3. Fermentieren

Als Fermentation wird die Oxydation bezeichnet, die bereits während des Rollen einsetzt: Durch das Aufbrechen der Zellwände reagieren die Inhaltsstoffe, die dem Tee später seinen charakteristischen Duft und sein Aroma verleihen, mit dem Luftsauerstoff. Für die Fermentation wird der Tee ca. 10 cm hoch 1 - 3 Stunden auf Tischen ausgebreitet. Dabei verfärbt sich der Tee kupferrot.


4. Trocknen

Zum Trocknen gelangt der Tee nun in spezielle Öfen. Bei rund 85 Grad Celsius wird die Fermentation abgeschlossen und der Tee erhält seine nahezu

schwarze Farbe. Durch die Trocknung wird der Tee haltbar gemacht.


5. Sortieren

Am Ende des Verarbeitungsprozesses stehen die Rüttelsiebe, auf denen der fertige Tee nach verschiedenen Blatt- und Brokengraden sortiert und in Kisten oder Papiersäcke abgefüllt wird.

 

Die CTC-Produktion


Eine andere Methode ist das "CTC-Verfahren". "CTC" steht für "Crushing-Tearing-Curling" (also "Zermahlen-Zerreißen-Rollen") Dabei werden die Blätter nach dem Welken in einem Arbeitsgang zerbrochen, zerrissen und gerollt. Die Fermentierung und das abschließende Sortieren geschehen wie beim orthodoxen Verfahren. Bei der CTC-Produktion entstehen in erster Linie Fannings und einige Broken-Grade, jedoch keine Blatt-Tees. Der Tee wird in Indien zu 50% und in Kenia zu fast 100% nach diesem Verfahren verarbeitet.
 

Grüner Tee

Die Herstellung von grünem Tee unterscheidet sich von dem orthodoxen Verfahren bei Schwarztee in erster Linie durch die fehlende Fermentierung. Sie wird verhindert, indem die für diesen Prozess verantwortlichen Enzyme durch kurzes Dämpfen der Teeblätter zerstört werden. Die Oxidation der Inhaltsstoffe unterbleibt.

Der Tee behält dadurch seine grüne Farbe, außerdem bleiben dabei auch alle Gerbstoffe im Blatt enthalten. Für den Schwarzteetrinker schmeckt Grüntee beim ersten Kosten vielleicht etwas heuartig und leicht bitter.

 

Die Blattsortierungen

Tee wird nach Teesorte, Anbauregion, Lage der Plantage, Jahreszeit, gerade herrschender Witterung und dem "Hausrezept" der jeweiligen Plantage so verarbeitet, dass sich aus dem gepflückten Blattgut jeweils die bestmögliche Qualität ergibt. Die Größe des Blattgrades allein sagt noch nichts über die Qualität des Tees aus. So würde z.B. ein Sri Lanka BOP nicht annähernd so gut schmecken, wenn das Blattgut zu einem großblättrigen Tee verarbeitet würde. Und ein Darjeeling First Flush FTGFOP1 verlöre viel von seinem Charakter, wenn man daraus einen BOP machte.



Bei den Blattgraden handelt es sich um Produktions- und Aussiebungsbezeichnungen, die je nach Produktionsgebiet unterschiedliche Bedeutung haben. Generell lässt sich sagen, dass vom Orange Pekoe über Pekoe, Broken Orange Pekoe und Fannings bis zum Dust die Größe des Blattguts infolge der mechanischen Bearbeitung immer mehr abnimmt. Im Folgenden nennen wir die wichtigsten Blattgrade. Grundsätzlich gilt dabei: Ein Tee ist umso ergiebiger, je stärker das Blatt gebrochen ist.
 

Blatt-Tees     
         

FTGFOP1: Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe 1= die beste Aussiebung dieses Blattgrades

TGFOP: Tippy Golden Flowery Orange Pekoe

FOP: Flowery Orange Pekoe

OP: Orange Pekoe

P: Pekoe

 

 

 

Broken-Tees
 

BP: Broken Pekoe

TGBOP: Tippy Golden Broken Orange Pekoe

BOP: Broken Orange Pekoe

Finest-Broken: Eine Mischung verschiedener Broken-Grade

GF: Golden Fannings (Fanning=kleinster Blatt-Grad)

BOPF: Broken Orange Pekoe Fannings

Dust: Oft missverständlich "Teestaub" genannt; die kleinsten Partikel des Schwarztees

Pekoe: Der Begriff "Pekoe" stammt aus dem Chinesischen und bedeutet "zwei Blätter", d.h. die beiden obersten zarten Teeblätter.

"Tippy": bezeichnet Tees, die eine größere Menge an zart behaarten Blattknospenspitzen enthalten. Diese färben sich im Laufe der Verarbeitung nicht dunkel und sind als silbrig glänzende Blattpartikel zu erkennen.

Orange: "Orange" hat hier nichts mit Zitrusfrüchten zu tun, sondern stammt von "Oranje", dem Namen des holländischen Königshauses. "Orange"-Tee wurde während der Kolonialzeit ein Synonym für Qualität.

 

Der Teebeutel
Unsere Teebeutel enthalten ausschließlich hochwertige Tees, die in Qualität und Charakter unseren losen Sri Lanka-, Darjeeling- oder Ostfriesen-Tees entsprechen. Sie stammen aus den gleichen Ernten und sind lediglich kleiner im Blattgrad.

Überzeugen Sie sich selbst: Teebeutel sind die ideale Lösung für die gute Tasse Tee zwischendurch, für die Teepause am Arbeitsplatz oder wenn Sie nur eine kleine Menge Tee zubereiten möchten. Ein Teebeutel reicht für eine große Tasse.

 

Tee und Ökologie
Im Herbst 1986 verkauften wir erstmals - als weltweite Premiere - Sri Lanka-Tee aus anerkannt ökologischem Landbau. Die großen Anstrengungen, die erforderlich waren, um diese Verbindung aus partnerschaftlichem Handel und ökologischer Produktion zu realisieren, haben sich für alle Beteiligten gelohnt:

Unser Biotee-Projekt in Sri Lanka und die inzwischen hinzugekommenen ökologischen Teeprojekte in Nordindien haben sich zu den besonderen "Highlights" im Fairen Handel entwickelt. Es erfüllt uns schon ein wenig mit Stolz, dass diese Pionierleistung der gepa in den vergangenen Jahren viele zur Nachahmung angeregt hat!

Die Vorteile des ökologischen Anbaus sind vielfältig: Inzwischen arbeitet die gepa mbH nicht nur mit dem Naturland Verband, sondern auch mit dem Demeter-Bund zusammen, denn die Gesundheit der Teearbeiter/innen wird ebenfalls geschützt. Das ist besonders wichtig, da diese zumeist auf der Plantage leben.

Es werden nicht nur gesündere, sondern auch mehr Arbeitsplätze geschaffen: z.B. für die Pflege der Pflanzen, Unkrautmulchen und Kompostieren.

So können auf Bio-Plantagen etwa 50 Prozent mehr Menschen regelmäßige Arbeit und Einkommen finden als auf konventionellen Plantagen.
Die durch spezielle Kreditprogramme geförderte Kuhhaltung ist eine zusätzliche Einkommensquelle für die Plantagenbewohner. Sie können den Kuhdung an die Plantage verkaufen, die Milch verbessert ihre Ernährung, überschüssige Milch kann verkauft werden.

Das Anpflanzen von Schattenbäumen schützt zusätzlich vor Erosion; ökologische Ausgleichsflächen können forstlich genutzt werden. Das stabilisiert nicht nur das ökologische Gleichgewicht, sondern schafft auch mehr Brennholz, das die Familien zum Kochen benötigen.

Schließlich ist ein chemiefrei angebauter Tee auch im Interesse der Verbraucher hierzulande. Aufgrund allgemeiner Umweltbelastungen ist er zwar nicht immer vollkommen frei von Rückständen, aber wesentlich rückstandsärmer als Produkte aus konventionellem Anbau.

Die gepa lässt jede Teelieferung - auch die aus nicht ökologischem Anbau - regelmäßig von einem unabhängigen Labor auf Schadstoff-Rückstände untersuchen.

 

Die Hauptwirkstoffe
Die beiden Hauptwirkstoffe des Tees sind Coffein (auch Tein genannt) und Gerbstoffe.


Coffein:
Dem Coffein verdankt der Tee seine belebende Wirkung. Es ist chemisch identisch mit dem Coffein im Kaffee. Gerbstoffe, an die das Coffein gebunden ist, verzögern allerdings die Aufnahme des Coffeins im Körper. Darum setzt die belebende Wirkung später ein als beim Kaffee, hält dafür aber länger an.

Die Wirkungsweise des Tees kann auch durch die Ziehdauer beim Teeaufguss beeinflusst werden: Wird ein anregender Tee gewünscht, lässt man ihn nach dem Aufbrühen nur kurz ziehen (je nach Qualität und Blattgrad zwei bis drei Minuten); soll das Getränk eher beruhigend sein, kann die Ziehdauer bis zu fünf Minuten betragen.

Gerbstoffe: Die über 20 verschiedenen Gerbstoffe sorgen dafür, dass Tee für Menschen mit empfindlichem Magen bekömmlicher als Kaffee ist. Da die Gerbstoffe eine stabilisierende Wirkung auf den Verdauungstrakt ausüben, wird Tee gerne bei leichten Magen- und Darmbeschwerden getrunken. Die Gerbstoffe bremsen die Wirkung des Coffeins.

Fluor: Das im Tee enthaltene Spurenelement Fluorid macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger, unterstützt somit die Kariesvorsorge.

Theophyllin: Das Theophyllin regt das zentrale Nervensystem an, ohne über das Herz zu wirken und hat eine günstige Wirkung auf die Blutgefäße.

Sonstiges: Kalium aktiviert Körperfunktionen und ersetzt Mineralstoffverluste beim Sport. Daneben enthält Tee Vitamine der B-Gruppe, welche wichtig für Haut und Augen sind und bei Nervosität stabilisierend wirken. Tee ist praktisch kalorienfrei.
 

Zubereitung
1. Wassermenge abmessen und erhitzen. Am besten eignet sich hierzu ein elektrischer Wasserkocher. Er spart Strom und ist sehr bequem in der  Handhabung.
2. Die korrekte Menge Teeblätter abmessen und in eine Teekanne geben. Sollten Sie einen Teefilter oder Teenetz verwenden, wählen Sie bitte möglichst große, damit sich der Tee gut
    entfalten kann. Empfehlungen zur Teedosierung mit Hilfe des gepa-Messlöffels entnehmen Sie bitten den einzelnen Teebeschreibungen in unserer Teebroschüre "Das Tee-Sortiment".
3. Tee mit kochendem Wasser übergießen.
4. Tee ziehen lassen. Die empfohlenen Ziehzeiten entnehmen Sie bitte den Teebeschreibungen in "Das Tee-Sortiment".
5. Den Teeaufguss durch ein Teesieb in eine zweite, eventuell vorgewärmte Kanne zum Servieren oder Warmhalten umgießen.

 

 

 

 

Herkunftsländer unserer Teesorten

 

Tee aus Sri Lanka - Die Idulgashena Biotee-Plantage

Die Idulgashena Biotee-Plantage in der Uva-Region im Hochland Sri Lankas ist die "Mutter aller Biotees":  Seit 1986 wird dort Tee aus anerkannt ökologischem Landbau produziert. In Zusammenarbeit mit unserem Handelpartner Stassen Natural Foods entstand auf Idulgashena nicht nur der "Prototyp" des ökologischen Teeanbaus, sondern ebenso ein Modell für vorbildliche soziale Entwicklung. In den vergangenen Jahren entstanden dort 6 Kinderkrippen, 2 Vorschulen, ein soziales Entwicklungszentrum, umfassende Gesundheitsdienste und Fortbildungsmöglichkeiten für Erwachsene und Jugendliche. Zwei weiterführende Schulen in Nachbarorten wurden mit Hilfe des Biotee-Projektes renoviert und so ausgestattet, dass den Schülern jetzt ein qualifiziertes Lernangebot ermöglicht wird. Zur Zeit wird auf Idulgashena ein großes Gemeinschaftszentrum gebaut, das gleichzeitig als Tempel dient.
Nach dem Bau von mehr als 300 Toiletten als Teil eines umfassenden Gesundheitsprogramms läuft seit 1995 eine groß angelegte Renovierung der Wohnungen der Teearbeiter/Innen sowie ein Hausbauprogramm, in dem unseres Wissens zum ersten Mal in der Geschichte der Tee-Plantagenwirtschaft Teearbeiter/innen zu Eigentümern von Wohnungen und Grundstücken werden.


Neben der umfassenden Beteiligung der Arbeiter/innen an allen Planungen und Entscheidungen ist der Austausch zwischen Tamilen und Singhalesen, zwischen Hindus, Buddhisten, Muslimen und Christen durch gemeinsame soziale Aktivitäten sowie Sport- und Kulturveranstaltungen ein weiteres besonderes Anliegen des Biotee-Projektes.


Viele der Entwicklungsaktivitäten beziehen auch bewusst die Bevölkerung der umliegenden Orte ein. Das Management der Idulgashena-Plantage möchte nicht, dass hier eine "Wohlstandsinsel" entsteht, sondern dass möglichst viele Menschen am Fortschritt teilhaben.

 

 

Handelspartner Tee Darjeeling - Die Samabeong-Plantage

Die Samabeong-Plantage, die zwischen der Stadt Darjeeling und der Grenze zu Bhutan liegt, ist eine weitere "Erfolgsstory" im Fairen Handel. Durch das große Engagement unserer Partner Tea Promoters India (TPI), die die Plantage 1990 in einem völlig heruntergewirtschafteten, desolaten Zustand übernahmen und auf ökologischen Landbau umstellten, produziert Samabeong heute wieder hochwertige Darjeeling-Qualität.

Doch nicht nur die Teequalität hat sich in nur wenigen Jahren deutlich verbessert, sondern ebenso die Lebenssituation der TeearbeiterInnen. Nachdem zunächst angemessene Wohn und Hygieneverhältnisse geschaffen waren, entstanden ein Gemeinschaftszentrum und eine große Schule (bis Klassse 10), die Anfang 1996 eingeweiht wurde. Alle Familien erhielten Milchkühe - sie verbessern die Ernährung, schaffen Nebeneinkünfte und produzieren organischen Dünger für die Teesträucher. Bildungsangebote für Jugendliche und Erwachsene, Gesundheitsvorsorge sowie Sport- und Kulturveranstaltungen sorgen heute für ein reges soziales Leben auf Samabeong. Einen wichtigen Beitrag zu dem erfolgreichen Neuanfang leistet auch die Mitbestimmung der Arbeiter/innen beim Management der Plantage. Alle wichtigen Arbeiten, Investitionen und Entwicklungsvorhaben werden gemeinsam vom Management und Vertretern der Arbeiterschaft geplant. Dies schafft ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Der faire Teehandel trägt auf Samabeong nicht nur dazu bei, schwere Schäden am Ökosystem in Darjeeling zu reparieren, sondern hat für die Teearbeiter/innen auch neue Zukunftsperspektiven eröffnet.

Darüber hinaus schafft die Verpackung der Samabeong-Tees in handgeschöpfte Kartons zusätzlich Arbeit und Einkommen für Kleinproduzenten/innen in Indien. So wird die Kartonage in einem aufwendigen Recyclingverfahren aus Resten von Baumwolltextilien hergestellt. Und anschließend wird die Verpackung in Neu Delhi mit dem gepa-Text gedruckt. In der Druckerei sind etwa 20 Mitarbeiter/innen beschäftigt. Zudem entstanden weitere Arbeitsplätze auf der Samabeong-Plantage. Denn dort wird der Tee von etwa 24 jungen Frauen abgepackt. Diese Frauen waren früher arbeitslos.

  

 

Tee aus Assam - Die Banaspaty-Plantage

Banaspaty ist ein kleiner Teegarten mit nur ca. 60 Beschäftigten. Er liegt im Osten von Assam, einer Region, die während der englischen Kolonialherrschaft zu einem der bekanntesten und weltweit größten Teeanbaugebiete ausgebaut wurde. Schwierige politische Verhältnisse in Assam erschweren die Bemühungen von Tea Promoters India (TPI), die soziale Lage der Teearbeiterfamilien zu verbessern. Seit 1995 wird der Tee auf Banaspaty ökologisch angebaut, nachdem die Plantage für lange Zeit vernachlässigt wurde. Inzwischen sind die Teepflanzungen und die Teefabrik längst soweit wiederhergestellt, dass gute Assam-Qualitäten produziert werden. Für die Teearbeiter/innen werden aus dem gepa-Mehrpreis 50 neue Häuser gebaut und die bestehende Schule renoviert. Zudem wurden für alle Familien Milchkühe angeschafft.

  

 

Südafrika - Früchte- und Kräutertees

Den Rooibos-Tee bezieht die gepa von Kleinbauern aus Wupperthal, Südafrika. In diesem Ort haben sich ca. 40 Produzent/innen zusammengeschlossen, um gemeinsam ihren Rooibos-Tee zu verkaufen. Dadurch können sie neben der Landwirtschaft für den eigenen Bedarf Geld verdienen. Andere Verdienstmöglichkeiten gibt es auf dem Land kaum, denn dort ist die Arbeitslosigkeit am höchsten. So können diese Menschen dank des Fairen Handels in ihrer Region bleiben und müssen nicht in die Vorstädte abwandern, wo sie der Arbeitslosigkeit meist auch nicht entrinnen. Und die Kleinbauern können darüber hinaus ihre Häuser in Wupperthal instand setzen und sich in Sachen Teeanbau und Verarbeitung weiterbilden.

  

Beispiel: Heiveld Kooperative in Südafrika (dwp newsletter 1/2004)

                                                                                                      

Im Januar 2001 gründeten 14 Frauen und Männer der Süd‑Bokkeveld Region  - als „coloureds“ diskriminiert ‑ mit einem Eigenkapital von 140 US$ ihre eigene Rooibos‑Kooperative.

 

Abhängig von schlecht bezahlter Arbeit auf den Farmen weißer Siedler und den mageren Einkommen aus kleinen Schafs- und Ziegenherden hatten die Kleinpflanzer bisher nur ein karges Auskommen.

 

Eine eigene kleine Verarbeitungsanlage, finanziert aus Fördermitteln, und die erfolgreiche Vermarktung des Bio‑Tees brachten erste Erfolge und wirken sich positiv auf das wachsende Selbstvertrauen der Mitglieder aus.

 

Die Familien produzieren Rooibos‑Tee mit Unterstützung der Umweltorganisation EMG auf traditionelle, die Natur schonende Art und Weise. Sie sammeln Samen, pflanzen, ernten und fermentieren den Tee von Hand. Alle 23 Mitglieder sind mittlerweile als Bio‑Bauern registriert und betreiben gezielten Umweltschutz in der ökologisch sensiblen Region.Das Einkommen der Kooperativenmitglieder stieg dank des Fairen Handels von 0,50 auf 1,50 €/kg Rooibos. Mit einem Teil der Erlöse werden besonders benachteiligte Familien unterstützt.

 

 

 

Öko ? Logisch !

 

Alle gepa-Tees aus kontrolliert ökologischem Landbau müssen den strengen Anbau- und Kontrollrichtlinien der EG-Bio-Verordnung entsprechen. Die gepa-Partner in den Anbauregionen haben Verträge mit dem ökologischen Anbauverband Naturland. Die Einhaltung der Anbau- und Verarbeitungsrichtlinien wird durch die regelmäßigen Inspektionen der Teegärten und der gesamten Verarbeitungskette durch das unabhängige Institut für Marktökologie (IMO) geprüft.

Die gepa praktiziert grundsätzlich für ihre Tee-Importe eine sehr strikte Qualitätssicherung, die weit über das "normal Übliche" hinausgeht:  Bevor die Tees ihr Ursprungsland verlassen dürfen, werden von jeder Teelieferung Proben gezogen und hier in Deutschland auf Schadstoffrückstände untersucht. Darüber hinaus überprüfen wir regelmäßig alle  Verpackungs-materialien (z. B. Kartons, Etiketten, Klebstoffe etc.) auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit. Nach ihrer Ankunft in Deutschland wird schließlich jede Teelieferung erneut analysiert. Erst wenn durch diese doppelte Kontrolle die Standards für ökologische Lebensmittel erfüllt sind (diese sind strikter als das deutsche Lebensmittelgesetz!), werden unsere Tees zum Verkauf freigegeben.

Fairer Handel bedeutet für die gepa aber nicht nur konsequente Qualitätssicherung zum Schutz der deutschen bzw. europäischen Verbraucher/innen vor "importierten" Schadstoffen, sondern in gleichem Maße die Verbesserung von Gesundheits-, Umwelt- und Einkommensverhältnissen der Teearbeiter/innen in den Ursprungsländern

 

 

 

Transfair

 

Alle Schwarz- und Grüntees im gepa-Sortiment tragen das TRANSFAIR-Siegel. Als größtes europäisches Fair Handelshaus und als Trendsetter im Fairen Handel wurde die gepa zum ersten Lizenznehmer von TRANSFAIR Deutschland e.V. In diesem unabhängigen Verein sind inzwischen 39 Initiativen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit vertreten (u.a. Brot für die Welt, Misereor, Friedrich-Ebert-Stiftung, Verbraucher Initiative). Das von dem Verein vergebene und kontrollierte TRANSFAIR-Siegel ermöglicht es den Verbraucher/innen, sich beim Einkauf für Produkte mit "ethischem Mehrwert" zu entscheiden.

Als Pionier des Fairen Handels vertreibt die gepa - im Gegensatz zu anderen TRANSFAIR-Lizenznehmern - ausschließlich fair gehandelte Produkte. Insgesamt sind dies mehr als 2.000 Artikel, u.a. Kaffee, Tee, Zucker, Kakao und Non Food-Produkte wie z.B. Korbwaren.

Die gepa gibt immer wieder auch neuen und kleineren Produzentengruppen eine Chance, unterhält langfristige Handelsbeziehungen, bietet ihren Partnern umfassende Beratungsleistungen an und leistet nicht zuletzt durch Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Beitrag bei der Verbreitung der Idee eines gerechten Nord-Süd-Handels.

  

 

 

Unser Teesortiment aus vielen Ländern

           

  Genusssortiment  Klassiker Kräuter/Früchte andere Infos

 

 

Handelspartner Tea Promoters India (TPI) 819

Bei TPI handelt es sich um eine sozial engagierte Teehandelsfirma mit Sitz in Kolkatta, die der Familie Mohan gehört. TPI verwaltet inzwischen 4 Teegärten in Darjeeling, Dooars und Assam und ist Pionier in Sachen Bioanbau in Darjeeling.
Die GEPA bezieht ihren Bio-Tee hauptsächlich von der Plantage Samabeong in Darjeeling, nahe der tibetanischen Grenze.

Dort leben und arbeiten zurzeit 310 Familien unter vorbildlichen Bedingungen.

 

 

Genuss-Sortiment

Assam   * BIO-Produkt *
Indien
e
dler Bio Schwarztee mit würzig-kräftiger Note, schonend verarbeitet
Menge: 100 g     
Handelspartner TPI

 

Earl Grey   * BIO-Produkt *
Indien
feiner Bio Schwarztee, mit der typisch aromatischen Note , natürlich veredelt
Menge: 100 g     
Handelspartner TPI

 

 

Indischer Chai   * BIO-Produkt *
edle Schwarztee Spezialität mit orientalichen Gewürzen, nach alter Rezeptur komponiert
Menge: 100 g     
Handelspartner TPI

 

 

Darjeeling Grüntee   * BIO-Produkt *
Indien
edler Bio Grüntee mit blumig-leichtem Geschmack und angenehm belebender Wirkung
Menge: 100 g     
Handelspartner TPI

 

 

Schwarztee Darjeeling   * BIO-Produkt *
8190956 Indien
feine und aromatische, traditionell hergestellte Schwarztee Spezialität mit ausdrucksstarkem Charakter, goldgelbe Tasse

Schwarztee Ceylon   * BIO-Produkt *
Sri Lanka
vollmundig im Geschmack, mit dezenter Malznote, rötlich funkelnde Tasse
Menge: 25 x 2 g     

Schwarztee Earl Grey   * BIO-Produkt *
Sri Lanka
eines aromatisches Bergamotte Aroma verleiht den handgepfückten Teeblättern eine exquisite aromatisch feine Note
Menge: 25 x 1,7 g     

Grüntee Ceylon
Sri Lanka
erfrischender unverfälschter Geschmack, mit vollmundig kräftiger und eleganter Note, hellgrüne Tasse
Menge: 25 x 2 g   

Weißtee Darjeeling
Indien
ein feines blumiges Geschmackserlebnis, delikat und weich im Abgang mit goldener Tasse
Menge: 25 x 2 g   


Der Klassiker

Darjeeling Classic   * BIO-Produkt *
8900987 Indien
feiner, aromatisch milder Schwarztee aus dem indischen Teegarten Samabeong
Menge: 200 g     

Darjeeling Classic   * BIO-Produkt *
8900984 Indien
feiner, aromatisch milder Schwarztee aus dem indischen Teegarten Samabeong
Menge: 500 g   

 

Indischer Grüntee   * BIO-Produkt *
8900986 Indien
Mischung der Besten, fruchtig mild im Geschmack mit spritziger Note
Menge: 200 g     

  • Ceylon Tee   * BIO-Produkt *
    7370903 Sri Lanka
    eleganter kräftiger Schwarztee, besonders vollmundig mit rötlicher Tasse
    Menge: 250 g 

Ostfriesische Mischung   * BIO-Produkt *
8900988 Diverse
Traditionell kräftige Ostfriesische Mischung, eine harmonischer Schwarztee Komposition aus Indien und Vietnam
Menge: 250 g   

Handelspartner TPI 

 

Indian Black No. 44   * BIO-Produkt *
8190977 Indien
geschmackvolle, aromatisch runde Schwarztee Mischung aus den besten Teegärten Indiens, im Teebeutel
Menge: 25 x2g 

 

Englische Mischung   * BIO-Produkt *
8090906 Indien
kräftige vollmundige Mischung aus erlesenen Schwarzteesorten aus den besten Teegärten Indiens, im Teebeutel
Menge: 25 x 2g     

 

 

Kräuter- und Früchtetee

 

Kamillen Tee, Teebeutel einzeln verpackt   * BIO-Produkt *
8800949
wohltuend mild, aus dem sonnigen Süden Ungarns
Menge: 20 x 1,7g   

 

 

Pfefferminz Tee, Teebeutel einzlen verpackt   * BIO-Produkt *
8800950
Belebend frisch, aus dem sonnigen Süden Ungarns
Menge: 20 x1,7g     

 

Fenchel Tee, Teebeutel einzeln verpackt   * BIO-Produkt *
8800951
beruhigend mild, aus dem sonnigen Süden Ungarns
Menge: 20 x 1,7g     

 

Kräuter Tee Mischung, Teebeutel einzeln verpackt   * BIO-Produkt *
8800953
frische harmonische Mischung aus dem sonnigen Süden Ungarns
Menge: 20 x 1,7g 

 

Früchte Tee, Teebeutel einzeln verpackt   * BIO-Produkt *
8800952
fruchtig mild, vollmundig, aus dem sonnigen Süden Ungarns
Menge: 20 x 2g     

Hibiskus Tee, Teebeutel einzeln verpackt   * BIO-Produkt *
8800948
aromatisch erfrischend, handverlesene Hibiskusblüten aus dem Osten Kenias
Menge: 20 x1,75g     
Handelspartner: Kiee Lu’u / Mexiko, Meru Herbs / Kenia und CDS / Burkina Faso

 

 

 

 

...... und viele weitere Sorten anderer Lieferanten

 

 

 

 

Aromatischer Rooibostee von der Heiveld-Kooperative in Südafrika

rooibos-bauer bei der ernteRoobostee ist frei von Teein und deshalb besonders gut für Kinder geeignet. Man sagt dem schmackhaften Tee viele gesundheitsfördernde Eigenschaften nach.

Die Kleinpflanzer der Heiveld-Kooperative im Süd-Bokkeveld-Gebiet in Südafrika produzieren Rooibos-Tee auf traditionelle Art und Weise. Sie sammeln Samen, pflanzen, ernten und fermentieren den Tee von Hand und verkaufen ihn weiter an den Fairen Handel.

Die Erfolge der Heiveld Kooperative wirken sich direkt auf die Kleinfarmer und die Angestellten der Kooperative aus. Mit einem Teil der Erlöse werden besonders benachteiligte Familien unterstützt, die z.B. nur sehr kleine Flächen bewirtschaften können.
Der Einkaufspreis von dwp lag zuletzt bei 4,50 €(foB Kapstadt) pro kg Rooibos. dwp zahlt damit weltweit die höchsten Preise für Bio-Rooibos. Dies bietet Heiveld genügend Spielraum in soziale Gemeinschaftsprojekte und in die eigenen Strukturen zu investieren.

 

Infos zu Rooibos-Tee

 

Rooibos ‑ das beliebte Nationalgetränk Südafrikas                             Produktinfo dwp Newsletter 1/2004

Der sandige Boden der Cedarberge, in der südafrikanischen Kapprovinz ist der einzige Platz der Welt wo der Aspalathus linearis, der Rooibos (zu deutsch: „Rotbusch") wächst. Seit Generationen wird wilder Rooibos als Tee für den Eigenbedarf und zu medizinischen Zwecken verwendet. Dazu werden die oberen Triebe mit den winzigen Blättern geerntet.

 
Bisher wurden über 200 Inhaltsstoffe, darunter wertvolle Mineralien, Vitamin C, Vitamin E und viele Spurenelemente im Rooibos nachgewiesen! Absolut teinfrei und mit nur wenigen Gerbstoffen ist er auch für Kinder sehr gut verträglich.

 

Verarbeitung

Auf Plantagen werden die Rooibossträucher maschinell geschnitten. Die Kleinbauern der Heiveld Kooperative ernten ihre Sträucher aus Qualitätsgründen dagegen mühsam mit der Handsichel und verhindern so, dass gröbere Aststücke in den Tee gelangen. Geerntet wird einmal pro Jahr.

 

Im weiteren Verarbeitungsprozess wird der Tee in ca. 2,5 mm große Stücke geschräddert und durchläuft ‑ in der Hitze der afrikanischen Sonne ‑ einen natürlichen Fermentationsprozess. Dabei färbt sich der Tee kupferrot und bildet seinen typischen, mild‑blumigen Geschmack aus, der leicht an Vanille erinnert

 

Zubereitung

1 TL Rooibos pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und 3‑5 Minuten ziehen lassen, fertig! Ob heiß oder eiskalt, mit Milch oder Honig ‑ Rooibos ist immer ein Genuss! Der ideale Lagerort für Rooibos ist kühl und trocken. Stecken Sie die Originalverpackung in eine lichtundurchlässige Dose.

 

 

   Qualitätsmerkmale bei Rooibos

          • angenehm fruchtiges Aroma

 

          • intensiv rotbraune Farbe

 

          • nur wenige helle und zerquetschte Aststückchen

 

Natürlicher Genuss

fair+bio Variationen von dwp werden kontrolliert biologisch angebaut und schonend weiterverarbeitet. Durch die sorgfältige Beimischung rein pflanzlicher Zutaten werden die verschiedenen Charaktere des Rooibos unterstrichen. Bewusst verzichtet dwp auf jegliche Zugabe von natürlichen, naturidentischen oder gar künstlichen Aromen.

Rooibos natur in kbA Qualität    Handverlesene Spitzenqualität
Rooibos mit Lemongras    Harmonisch beruhigend mit Lemongras (Zitronengras) kbA von einer Klein-bauernkooperative aus Malawi.
Rooibos mit Vanille    Der romantische Rooibos-Klassiker mit Honigbusch aus Südafrika kbA und Vanille von Kleinbauern aus Sri Lanka
Rooibos mit Zimt/Orange    Der fruchtig Wärmende mit Zimt aus Indonesien kbA Orangenschalen aus Ghana kbA, kalt gepresste Orangenessenz

 

 

 

Genießertipps Faire Küche

  

Kinder‑Bowle (ohne Alkohol)

2 l Apfel‑Mango‑Saft und 1 l abgekühlten Rooibostee mischen. Je 1 Apfel und Orange in kleine Stücke schneiden und dazu geben.

 

Gewürzpunsch mit Rooibos für 6 Portionen

2 EL Rooibostee, 2 Gewürznelken und 2 Zimtstangen in 1 l kochend heißem Wasser 5 Minuten ziehen lassen; anschl. abseihen. Den Aufguss mit 1 l Apfel‑Mango‑Saft (oder 1 l Rotwein), den feinen Scheiben von 2 Zitronen und der abgeriebenen Schale von 2 Orangen vermischen. Mit Honig abschmecken. Heiß oder kalt genießen!

  

Rooibos pikant

Rooibos eignet sich auch für Suppen, Eintöpfe und Fleischgerichte. Wer etwa ein Stück Rinderbraten die Nacht über in Rooibostee einlegt, erhält am nächsten Morgen ein Stück Fleisch, das nicht nur ungewöhnlich zart, sondern auch wunderbar rot und wohlschmeckend ist.

 

Rooibos‑Massage­-Öl

20 g „Rooibos‑Nadeln", 1/4 Liter Weizenkeimöl; Rooibos und Öl in eine Flasche geben, gut schütteln an einem warmen Ort mindestens 3 Wochen stehen lassen. Das schön rot gefärbte Öl durch ein feines Sieb abgießen, in eine dunkle Flasche abfüllen, lichtgeschützt aufbewahren.

Färben und Düngen

Rooibos wird auch als Färbemittel verwendet, z. B. für eine leichte Haartönung. Sowohl der Aufguss als auch die "gebrauchten" Blätter sind ein guter Blumendünger.

 

 

 

fair+bio-Darjeeling aus Indien

Feiner Darjeeling-Tee aus kleinbäuerlicher Produktion

teepflueckerin in indienIn Darjeeling bauen rund 200 Kleinbauern Tee auf ihren eigenen kleinen Flächen an. Sie leben in einer Höhe von 1100 und 1500 Metern.

Der Anbau von Getreide und Gemüse, sowie die Haltung einiger Nutztiere, dienen zur Selbstversorgung.
Seit Jahrzehnten mittellos und ohne staatlichen Hilfen, verzichteten die indischen Kleinbauern auf den Einsatz von Chemie. Tea Promoters India (TPI) berät sie nun in Fragen des anerkannt ökologischen Landbaus.

Das Schweizer Institut IMO zertifiziert unseren fair gehandelten Darjeeling-Tee nach den NATURLAND®-Richtlinien.

Mit dem direkten Verkauf des Tees an uns erzielen TPI für die ProduzentInnen deutlich höhere Preise. So werden sie unabhängig von ausbeuterischen Handelsstrukturen. Darüber hinaus finanzieren wir direkt eigene soziale Projekte der Kleinbauern.

 

 

 

fair+bio - Edle Tees und Teemischungen

Edle Teemischungen im Beutel in italienischem Design - beste Zutaten aus Afrika, Asien und Südamerika

italienische teemischungen im beutelEine qualitative Besonderheit im großen Angebot an Teebeuteln: Unsere fünf edlen Teemischungen werden nicht nur komplett in Indien gemisch und verpackt sondern bieten einen einzigartigen, intensiven Teegenuss. Dieser wird durch die ausschließliche Verwendung hochwertiger Bio-Zutaten erreicht, die als Grobschnitt abgepackt werden. Üblicherweise werden Teeblätter und Kräuter für Teebeutel fein geschnitten - darunter leidet der Geschmack.
Grobschnitt bietet eine weitaus reichere Aromafülle. Diese wird in besonderem Maße durch die luftdichte Einzelverpackung geschützt. Mit den runden Teebeuteln verzichten wir zudem bewusst auf Metallanhänger.

Die feinen Teemischungen gibt es in fünf verschiedenen Sorten:
"buon giorno amore", spritziger Kräutertee mit Lemongras und Ingwer
"buona notte", entspannender Kräutertee mit Verbena, Melisse und Lavendel
"mi sento bene", aufmunternder Rooibostee mit Orange und Zimt
"la dolce vita", belebender Grüntee mit marokkanischer Minze
"te' nero", klassischer Hochlandschwarztee in Blattqualität (Sri Lanka)

Die hochwertigen Zutaten für die Teemischungen stammen von Partnern wie der indischen Non-Profit-Stiftung Phalada, der Heiveld-Rooibos-Kooperative Südafrika, der Small Organic Farmers Association in Sri Lanka, zwei Dorfgemeinschaften in Vietnam und mehreren Kleinbauerngruppen im peruanischen Hochland.


Feine Schwarztees aus Sri Lanka

SL8-12-001Die nichtregierungsorganisation Gami Seva Sevana gilt mit ihrem sorgfältigen Bio-Anbau und der Bio-Diversifizierung ihrer Kleinbauern in der Region Kandy als Musterprojekt und Lernmodell für viele hundert Kleinbauern in ganz Sri Lanka.

Genießen Sie den feinen Bio-BOP (Broken Orange Pekoe= hochwertiger gebrochener Tee aus feinen, zarten, jungen und gerollten Blättern), teilweise verfeinert mit edlen Gewürzen, Lemongras und Bergamotte-Öl.

Alles aus kontrolliert biologischem Anbau.


 

Wissenwertes über Tee

 

Ernte und Herstellung

Die anstrengende Arbeit des Pflückens der Teeblätter leisten vor allem Frauen. Für ein Kilogramm aufgussfertigen Tee werden rund vier Kilogramm frische Teeblätter benötigt!

Gepflückt werden immer nur die junge Blattknospe und die beiden darunter liegenden zarten Blätter. Die Teeblätter müssen unmittelbar nach der Ernte verarbeitet werden, da sie sonst schnell an Qualität verlieren.

 

Verarbeitung des Tees 

Die aufwändige Verarbeitung beginnt mit dem Welken: Die Blätter werden auf Drahtgittern ausgebreitet, durch die ca. 12 bis 15 Stunden ein warmer Luftstrom geblasen wird. So verlieren die Blätter bereits ein Drittel ihres Wassergehaltes. Dies ist wichtig für das anschließende Rollen

Das gewelkte, noch grüne Blatt wird in so genannten »Roller-Maschinen« etwa eine halbe Stunde lang unter Druck gerollt und gequetscht. Dabei wird das Blattgut zerkleinert und die Wände der Blattzellen werden aufgebrochen.

Beim folgenden Fermentieren wird die Oxidation, die bereits beim Rollen eingesetzt hat, fortgesetzt: durch das Aufbrechen der Zellwände reagieren die Inhaltsstoffe, die dem Tee später seinen charakteristischen Duft und sein Aroma geben, mit dem Luftsauerstoff. Für die Fermentation wird der Tee für etwa 1 bis 3 Stunden ausgebreitet und verfärbt sich jetzt kupferrot.

Zum Trocknen und damit Haltbarmachen kommt der Tee in spezielle Öfen. Bei rund 85°C wird die Fermentation abgeschlossen und der Tee bekommt eine nahezu schwarze Farbe.

Bei der abschließenden Sortierung wird der Tee durch Rüttelsiebe nach verschiedenen Blatt und Broken-Graden sortiert und dann abgefüllt.

Grüner Tee unterscheidet sich von Schwarztee durch die fehlende Fermentation im Herstellungsprozess. Sie wird verhindert, indem die dafür verantwortlichen Enzyme durch ein kurzes Dämpfen der Teeblätter zerstört werden. Dadurch behält der Tee seine grüne Farbe und alle Gerbstoffe bleiben im Blatt erhalten.

 

Was steckt drin?

Inhaltsstoffe 

Zu den Inhaltsstoffen des Tees zählt vor allem Koffein, das allerdings schonender auf den menschlichen Organismus wirkt als das des Kaffees. Es fördert die Gehirndurchblutung und den Gehirnstoffwechsel. Grüner und schwarzer Tee haben in etwa den gleichen Koffeingehalt.

Die Gerbstoffe des Tees wirken beruhigend und stabilisierend auf Magen und Darm. Außerdem senken sie den Blutdruck, den Cholsterinspiegel, den Blutzuckerspiegel und das Herzinfarktrisiko. 

Die Gerbstoffe setzen sich erst frei, wenn der Tee länger als drei Minuten zieht. Spurenelementen wie Mangan und Fluorid, die im Tee zu finden sind, wird eine Karies hemmende Wirkung zugeschrieben. Inhaltsstoffe wie Aminosäuren und Vitamine werden derzeit noch erforscht. 

Die ätherischen Öle bestimmen vor allem das Aroma des Tees. Bisher wurden in Schwarztee 350 und in Grüntee 700 verschiedene Aromastoffe gefunden.

Blattgrade

Die Blattgrade sind Produktions- und Aussiebungsbezeichnungen, die je nach Produktionsgebiet unterschiedliche Bedeutungen haben. Sie sagen nichts über die Qualität des Tees aus. Grundsätzlich gilt aber, dass ein Tee um so ergiebiger ist, je stärker das Blatt im Laufe der mechanischen Bearbeitung gebrochen ist.

 

Zubereitung

Die Wasserqualität bestimmt maßgeblich den Geschmack des Tees!

Jedes Leitungswasser bis zu einer Härte von 10 Grad (deutscher Härtegrad) eignet sich zur Zubereitung von Tee. Bei härterem Wasser empfiehlt sich die Verwendung eines Wasserfilters – oder eine höhere Dosierung des Tees.

Die korrekte Lagerung Ihres Tees ist wichtig für die Wahrung der Frische und Qualität. Nach dem Öffnen der Originalverpackung sollte Tee immer in einem luftdicht schließenden Behälter kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Besonders grüner Tee ist empfindlich und nimmt leicht Gerüche auf.

 

Die richtige Zubereitung:

Aromen

 

Aromenverordnung

Die Aromenverordnung unterscheidet verschiedene Arten von Geschmacksstoffen. Die wichtigsten sind natürliche, naturidentische und künstliche Aromastoffe. 

Die Angabe "Aroma" im Zutatenverzeichnis weist auf naturidentische oder künstliche Aromen hin. Bei der Kennzeichnung "natürliches Aroma" muss das Aroma ausschließlich natürlicher Herkunft sein. Ein natürliches Aroma, das beispielsweise nach Himbeeren schmeckt, ist aber in den meisten Fällen aus Zedernholz hergestellt. Nur bei einer genaueren Beschreibung wie "Erdbeeraroma" muss das Aroma aus Erdbeeren stammen.

1. Natürliche Aromen

Bei natürlichen Aromen muss das Ausgangsmaterial pflanzlicher oder tierischer Herkunft sein. Mit physikalischen oder biologischen Verfahren wird zum Beispiel das Vanillearoma aus der Vanilleschote extrahiert. 

Natürliche Aromastoffe sind also "...chemisch definierte Stoffe mit Aromaeigenschaften, gewonnen durch geeignete physikalische Verfahren (einschließlich Destillation und Extraktion mit Lösungsmitteln), durch enzymatische oder mikrobiologische Verfahren aus Ausgangsstoffen pflanzlicher oder tierischer Herkunft, die als solche verwendet oder mittels herkömmlicher Lebensmittelzubereitungsverfahren (einschließlich Trocknen, Rösten und Fermentieren) für den menschlichen Verzehr aufbereitet werden." Quelle: BGBl. I 2006, 1132 

 

2. Naturidentische Aromen

Naturidentische Aromastoffe werden synthetisch hergestellt und sind in ihrer chemischen Struktur mit dem natürlichen Aroma identisch. Ein Beispiel ist das Vanillin. Naturidentische Aromen sind oft aus mehreren Einzelsubstanzen zusammengesetzt und besonders intensiv im Geschmack. 

Naturidentische Aromastoffe: 
"...chemisch definierte Stoffe mit Aromaeigenschaften, die durch chemische Synthese oder durch Isolierung mit chemischen Verfahren gewonnen werden und mit einem Stoff chemisch gleich sind, der in einem Ausgangsstoff pflanzlicher oder tierischer Herkunft im Sinne der Nummer 1 natürlich vorkommt."  

Quelle: BGBl. I 2006, 1132

 

3. Künstliche Aromen

Künstliche Aromastoffe sind Geruchs- oder Geschmacksstoffe, die durch chemische Synthese gewonnen werden, aber nicht in der Natur vorkommen wie Ethylvanillin. In Deutschland sind nur 18 künstliche Aromen zugelassen, etwa für Brausen, Puddings, Back- und Zuckerwaren. 

Künstliche Aromastoffe: 
"...chemisch definierte Stoffe mit Aromaeigenschaften, die durch chemische Synthese gewonnen werden, aber nicht mit einem Stoff chemisch gleich sind, der in einem Ausgangsstoff pflanzlicher oder tierischer Herkunft im Sinne der Nummer 1 natürlich vorkommt."         

Quelle: BGBl. I 2006, 1132)  

 

Aromen in Lebensmitteln

Für den Chemiker sind Aromen flüchtige chemische Verbindungen, die meist nur in winzigen Mengen vorkommen und dennoch einem Lebensmittel seinen unverwechselbaren Charakter verleihen. Würden in bestimmten Industrieprodukten Aroma- und Geschmacksstoffe fehlen, würden wir das Essen als fade empfinden.

In der Natur sind bis heute etwa 5000 Aromastoffe identifiziert worden. Viele Lebensmittel enthalten von Natur aus mehrere hundert verschiedene aromatische Substanzen. In Kaffee sind es zum Beispiel rund 700. 

Dass vielen verarbeiteten Lebensmitteln isolierte Aromastoffe zugesetzt werden, kann verschiedene Gründe haben:

In der Regel werden Aromen in Lebensmitteln im Verhältnis 1:1000 dosiert.

Quelle: gesundheit.de

 

Aromen in GEPA- Lebensmitteln?

Aromen werden bei GEPA in Lebensmitteln nur bei wenigen Produkten eingesetzt. Wenn möglich verwenden wir für die Geschmacksbildung die Pflanzen selbst, so z.B. beim Jasmin Tee aus China die Jasminblüte. 

Wenn Aromen eingesetzt werden, bevorzugen wir Bio-Aromen und wenn es keine Bio-Aromen gibt, setzen wir natürliche Aromen ein.  Sollte es weder Bio-Aromen, noch natürliche Aromen geben sollte, werden in ganz großen Ausnahmen auch mal naturidentische Aromen eingesetzt. 

Künstliche Aromen kommen in keinem GEPA- Lebensmittel vor.

Foto: Deutsches Zusatzstoffmuseum (www.zusatzstoffmuseum.de

 

 

Schöpferisch: Papierverpackungen von PAPETERIE

1995 hatte Mahima Mehra eine brilliante Geschäftsidee, sie gegründete eine Serviceeinrichtung für kleine Papierhandschöpferbetriebe und nannte das Unternehmen „PAPETERIE“. Ihr Büro befindet sich in Indiens Hauptstadt Neu Delhi und beschäftigt vier Mitarbeiter. Zur Zeit arbeiten sie mit 2 Handschöpferbetrieben im indischen Bundesstaat Rajastan und einem Familienbetrieb in Uttar Prahdesh zusammen.

PAPETERIE übernimmt für die Papierhandschöpfer die Rohmaterialbeschaffung,  koordiniert die Weiterverarbeitung in Druckereien und Buchbindereien und übernimmt die Erschließung der Absatzmärkte durch den Weiterverkauf der Produkte im Inland und den Export nach Deutschland. So ermöglichen sie kleinen Familienbetrieben in ländlichen Gebieten einen Marktzugang für ihre Produkte. In Zusammenarbeit mit GEPA entstand das Design für einen  großen Teil der Verpackungen des neuen GEPA Tee- Sortimentes.

Mit der Vergabe von Druck-und Weiterverarbeitungsaufträgen unterstützt PAPETERIE ein Straßenkinderprojekt, welches mit Hilfe von Mahima Mehra eine Siebdruckerei einrichten konnte.

 

Die Herstellung

Das Rohmaterial für handgeschöpftes Papier sind Baumwollstoffreste und teilweise Altpapier. Um dem Papier Struktur und Farbe zu verleihen werden pflanzliche Fasern wie z.B. Stroh, Jute, Wolle, Blütenblätter, Gras zugegeben. Das Rohmaterial wird sortiert, zerkleinert und in einem Rotiergebläse von Staub und Kleinpartikeln befreit.

 

Pulpe herstellen

In einem Beater werden die Baumwollschnipsel unter Zugabe von Wasser zu einem Brei, der Pulpe verarbeitet. Mit einem milden Waschmittel wird das Ausgangsmaterial gereinigt. Um dem Papier ausreichende Tintenfestigkeit zu verleihen wird der Pulpe Alaun und eine Baumharzlösung zugegeben. Außerdem werden in diesem Schritt die Materialien eingearbeitet, die dem Papier sein Aussehen verleihen, wie z.B. Blütenblätter, Fasern, etc.

 

 

 

 

Schöpfen und Pressen

 

 

Aus großen Bottichen wird die mit Wasser verdünnte Pulpe von ein oder zwei Arbeitern mittels eines Flachsiebes geschöpft. Gleichmäßig auf dem Sieb verteilt, wird aus der Pulpe eine frische Lage Papier.

Diese noch sehr feuchten Papierlagen werden auf ein trockenes Filztuch gelegt. Mit der Zeit entsteht ein Paket mit wechselnden Schichten aus Papier und Filz. Ein solches Paket wird nun mittels Schrauben- oder Hydraulikpresse ausgepresst und so von gut der Hälfte des Wassers befreit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trocknen und Glätten

Die einzelnen Lagen werden anschließend zur Trocknung im Freien an Gerüsten oder Wäscheleinen aufgehängt. Das trockene Papier wird vom Filztuch getrennt und zur Verbesserung der Stabilität und Haltbarkeit mit Leim und Stärke behandelt. Das macht das Papier tintenfest und verleiht ihm die charakteristische Beschaffenheit eines Recyclingpapiers und gewährt zudem eine lange Lagerfähigkeit. Zur Glättung der Papieroberflächen werden die einzelnen Lagen Papier zwischen zwei verzinkten Stahlplatten mehrmals durch eine Walzenpresse geschickt. Dadurch entsteht eine glatte, fast glänzende Oberfläche. Zuletzt werden die Papierlagen auf die erforderliche Größe zugeschnitten.