Unser Weinsortiment aus Südafrika und Südamerika

     

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Unser Weinsortiment in nicht mehr aktuell. Bei Interesse bitte nachfragen.

 

Unsere Rotweine

Ilula Pinotage - Stellar Organics   * BIO-Produkt *
1682202
Dunkelrote Farbe, betont fruchtig mit Aromen von reifen Pflaumen, dezent umspielt von Schoko- und Vanilletönen. Pinotage gilt als typische Rebsorte Südafrikas!
Menge: 0.75 l 

   

Ilula Merlot - Stellar Organics   * BIO-Produkt *
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Weicher, schmeichelhafter Merlot mit präsenter Frucht von Brombeeren, Heidelbeeren und Kirschen. Merlot kann gut schon jung getrunken werden.
Menge: 0.75 l 

   

Ilula Shiraz   * BIO-Produkt *
1682205
Kräftiger Shiraz aus Südafrika, jetzt ineu in Bio-Qualität!
Menge: 0.75 l     

 

Koopmanskloof - Shiraz
1522203
trockener südafrikanischer Rotwein mit angenehmen Tanninen und dem vollmundigen Geschmack von Beeren
Menge: 0,75

 

Solombra- Malbec
3502202
trockener argentinischer Rotwein mit den feinen Aromen von Pflaumen und Beeren
Menge: 0,75 ml   

 

Lautaro, Bio Cabernet Sauvignon   * BIO-Produkt *
3982208
trockener chilenischer Wein, rubinrote Farbe, fruchtiges Aroma mit Paprika-, Vanille- und Pfeffernoten
Menge: 0,75 L   

   

Lautaro, Bio Merlot   * BIO-Produkt *
3982207
trockener chilenischer Wein, tief violette Farbe, vollmundiger Geschmack nach schwarzen Beeren
Menge: 0,75 L 

 

 Unsere Weißweine

 

Illula Colombard Sauvignon Blanc   * BIO-Produkt *
1682206
spritzig frischer Weißwein mit einer leichten Zitrusnote
Menge: 0,75 ml     

   

 

Solombra - Torrontes   * BIO-Produkt *
3502203
frischer argentinischer Weißwein mit dem feinem Aroma von Zitrusfrüchten
Menge: 0,75 ml     

   

Lautaro, Bio Sauvignon Blanc   * BIO-Produkt *
3982206
trockener chilenischer Wein mit hellgelber Farbe und frischem Geschmack nach Stachelbeere
Menge: 0,75 L    

   

Unsere Roséweine

 

Goue Vallei Rosé
8912222
Roséwein aus Südafrika, ein fruchtiger Wein mit dezenter Note von Stachelbeeren, Erdbeeren und roten Früchten
Menge: 0.75 l 

   

Koopmanskloof - Pinotage Rose
1522201
halbtrocken, mit besonderer Note von Erdbeeren
Menge: 0,75 L 

   

Las Lomas - Cabernet Sauvignon Rosé   * BIO-Produkt *
3902204
 Menge: 0.75 l 

 

 

Honigwein

 

Bio Met   * BIO-Produkt *
4318603
Honigwein 12% Vol, mit naturbelassenem Wildblütenhonig aus Lateinamerika, nach altem Rezept hergestellt.
Menge: 0.75 l   

 

 

 

Informationen zu Chile

 

COVICA -  (390)

 

Das Land in Stichworten

 

Chile galt lange Zeit in Lateinamerika als das Musterland des Neoliberalismus. Nirgends sonst konnte das Modell der „Chicago-Boys“ (benannt nach dem Chicagoer Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedmann) so konsequent in die Praxis umgesetzt werden. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die Jahre der Pinochet-Diktatur, unter der sämtliche oppositionellen Kräfte ausgeschaltet und grausam verfolgt wurden. „Seit der Redemokratisierung 1990 gilt Chile als das fortschrittlichste Land in Lateinamerika und als Modell erfolgreicher wirtschaftlicher Entwicklung“ (Lexikon Dritte Welt 2002).

 

Die Lebensbedingungen der Menschen sind jedoch so unterschiedlich wie die Geographie des langgestreckten Andenstaates. Die Provinz Cauquenes, in der COVICA ihren Sitz hat, gehört zu den ärmsten Provinzen des Landes und das, obwohl dort Wein angebaut wird. Etwa 40 Prozent der Menschen gelten dort als arm oder extrem arm.

 

Die Organisation  Viña Lomas de Cauquenes (COVICA Ltda.)

 

Gegründet wurde die Weinbaugenossenschaft COVICA bereits im Jahre 1939, nach dem großen Erdbeben, das die meisten Weingüter der Gegend zerstörte. Alle Weinberge der Genossenschaft liegen in der Provinz Cauquenes, die sich etwa 350 Kilometer südlich von Santiago de Chile befindet. Die Reben wachsen meist entlang des Flusses Maule. COVICA ist in Cauquenes mit 305 Mitgliedern und über 20 Millionen Litern Wein inzwischen ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor und bedeutender Arbeitgeber. Etwa 100 weitere Personen sind mit der Verarbeitung und Vermarktung beschäftigt.

COVICA ist als Genossenschaft eine demokratische und transparente Organisation. Bei der jährlich stattfindenden Generalversammlung, bei der jedes Mitglied eine Stimme hat, wird sehr lebhaft über die anstehenden Themen diskutiert. Auf dieser Versammlung wird ebenfalls der Vorstand gewählt und jedes Jahr wird die Mehrzahl der Personen dieses siebenköpfigen Gremiums neu bestimmt. Außerdem gibt es den Aufsichtsrat, der mit drei Personen besetzt ist. Das Weinanbaugebiet hat folgende charakteristische Merkmale: leichte Hügellandschaft mit wenig fruchtbaren Böden, die aufgrund ihrer hohen Durchlässigkeit nur sehr eingeschränkte Wasserressourcen bieten. Die Bodenfruchtbarkeit wird in erster Linie durch die extensive Nutzung als Weinberg gesichert. Dies hat zur Folge, dass hauptsächlich die alte Weinsorte „País“ angebaut wurde, die sich den regionalen Bedingungen gut angepasst und einen geringen Wasserbedarf hat.

 

Die Produzenten

 

Die Mitglieder der Genossenschaft bewirtschaften insgesamt etwa 2 500 Hektar Land und etwa auf der Hälfte der Fläche wachsen Weinreben. Etwa 80 Prozent der Mitglieder verfügen über Flächen mit weniger als zehn Hektar. Der durchschnittliche Ertrag liegt unter 5 000 Kilogramm Trauben pro Hektar. Durch die Umstellung auf ökologischen Anbau kann die Genossenschaft für Bioweine aus der

traditionellen Traubensorte País bessere Preise erzielen, ein großer Vorteil für alle Mitglieder.

Wenn die Winzer ihre Trauben in der Genossenschaft abliefern, erhalten sie übrigens einen Vorschuss auf Basis der Menge und der Qualität des letzten Jahres. Dieser Betrag wird entsprechend korrigiert, wenn die tatsächlichen Einnahmen der Genossenschaft feststehen. So wird auch der Überschuss entsprechend an die einzelnen Mitglieder verteilt. Dieses System ist für die vielen Mitglieder mit kleinen Anbauflächen sehr wichtig. Die Genossenschaft fördert zudem den Anbau anderer Traubensorten, die auf den dafür geeigneten Flächen höhere Umsätze ermöglichen, weil sie sich besser im In- und Ausland absetzen lassen. Dafür wurden zunächst 55 Hektar als Versuchsfläche mit diesen Sorten bepflanzt. Die Genossenschaft besitzt inzwischen selbst 50 Hektar und angeschlossene Winzer haben weitere 450 Hektar mit einer Vielzahl von weiteren traditionellen Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Carmenère, Pinot Noir, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cot (Malbec) und Shiraz bepflanzt. So nahm die Anbaufläche für die Rebsorte País bereits in den vergangenen Jahren von 68 auf 61 Prozent der gesamten mit Reben bebauten Fläche ab. Die Genossenschaft konnte wichtige Fortschritte durch den Einsatz einer Expertengruppe erzielt, die sich mit der Beratung und Kontrolle der Mitglieder der Genossenschaft befasste, um die Qualität der Reben und den Erntezeitpunkt zu optimieren. Von der Genossenschaft erhalten die Winzer zudem Kredite zu sehr günstigen Konditionen.

 

 

Produktion und Vermarktung

 

Die Weinlese in der Region von Cauquenes findet normalerweise im März und April statt. In einem durchschnittlichen Jahr werden in dieser Region bis zu sechs Tonnen Weintrauben pro Hektar gepflückt. Da die Weinbauern von COVICA aber überwiegend die Rebsorte País anbauen, liegen die Erträge bei fünf Tonnen pro Hektar und weniger. Bei „País“ handelt es sich um eine wilde Weinrebe, die nicht bewässert werden muss und daher standortgerecht ist. Die Reben wurden meist bereits im 19. Jahrhundert gepflanzt. Es handelt sich also um eine traditionelle Rebsorte, die züchterisch kaum verändert wurde. Seit 1997 arbeiten Genossenschaftsmitglieder in 12 Weinbergen nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus, so dass 1998 der erste Bio-País-Wein hergestellt werden konnte. Damit wurde zum ersten Mal dem Verbraucher in Chile ein öko-logischer Wein angeboten, der aus den traditionellen País-Trauben gekeltert wurde. Die Kontrolle und die Zertifizierung übernimmt eine Bio-Zertifizierungsorganisation aus Europa. Für den Biowein werden nur die reifsten País-Trauben verwendet. Dies wird durch eine sehr selektive Vorernte gewährleistet, bei der nur etwa 60 Prozent aller Trauben tatsächlich zu Bio-País-Wein verarbeitet werden. In der Nachernte werden die übrigen Trauben geerntet und konventionell weiterverarbeitet.

 

Die Weinberge sind zwischen 500 Metern und 30 Kilometern von der Kelterei entfernt. Die Trauben werden in geschlossenen Fahrzeugen von den Parzellen dorthin gefahren. COVICA besitzt eine eigene Weinkellerei. Auch die Trauben aus dem ökologischen Anbau werden dort gekeltert. Dabei wird selbstverständlich streng auf eine separate Verarbeitung der Biotrauben geachtet. Die Fässer mit Biowein sind zudem eindeutig gekennzeichnet und im Kellerbuch mit genauem Lagerort verzeichnet. Die Bioweinherstellung erfolgt nach traditioneller Methode. Die Trauben werden angeliefert und dann hydraulisch gepresst. Für die Gärung werden traubeneigene Hefen eingesetzt und die Weinreifung findet in großen Silos unter kontrollierten Temperaturverhältnissen statt. Der Biowein wird in der Kelterei in Flaschen abgefüllt. Die Genossenschaft verkauft ihren Wein überwiegend in Chile, den Biowein aber vor allem auf dem internationalen Markt. Unser Biowein heißt „Las Lomas Viñas Viejas“, denn „Las Lomas“ sind die Hügel, die die Region Cauquenes prägen.

 

 

 Sagrada  Familia  -  398

  

Das Land in Stichworten

 

Chile galt lange Zeit in Lateinamerika als das Musterland des Neoliberalismus. Nirgends sonst konnte das Modell der „Chicago-Boys“ (benannt nach dem Chicagoer Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedmann) so konsequent in die Praxis umgesetzt werden. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die Jahre der Pinochet-Diktatur, unter der sämtliche oppositionellen Kräfte ausgeschaltet und grausam verfolgt wurden. „Seit der Redemokratisierung 1990 gilt Chile als das fortschrittlichste Land in Lateinamerika und als Modell erfolgreicher wirtschaftlicher Entwicklung“ (Lexikon Dritte Welt 2002).

 

Das Brutto-Nationaleinkommen (BNE) pro Kopf belief sich in Chile im Jahr 2000 auf 4 600 US-Dollar (im Vergleich dazu im Jahre 2000: in Bolivien: 1 000 US-Dollar und in Argentinien: 7 440 US-Dollar). Doch die Lebensbedingungen der Chilenen sind so unterschiedlich wie die Geographie des langgestreckten Andenstaates. So gelten zum Beispiel in Cauquenes, einer der ärmsten Provinzen des Landes, etwa 40 Prozent der Menschen als arm oder extrem arm. In Chile leben nach einer Schätzung insgesamt 15,4 Millionen Menschen (Stand: 2001). Rund zwei Drittel der Bevölkerung lebt auf nur zehn Prozent der Fläche. Allein in den beiden Großstädten Santiago de Chile und Valparaíso leben circa 30 Prozent der Chilenen. Die durchschnittliche Lebenserwartung beläuft sich auf 75,6 Jahre und die Analphabetenquote liegt bei vier Prozent.

 

Die Organisation  Sociedad Vitivinícola Sagrada Familia

 

Unweit der Stadt Curicó im besten Weinanbaugebiet Chiles liegt das Dorf Sagrada Familia, das unserem Handelspartner seinen Namen gab. Dort haben sich 26 Kleinbauernfamilien, die Weintrauben ernten, zusammengeschlossen und 1997 offiziell eine „Sociedad“ gegründet. Ziel der Mitglieder ist es, ihre Weintrauben gemeinsam zu vermarkten, um einen höheren Erlös zu erzielen. Früher haben sie ihre leicht verderbliche Ware einzeln an die Weinhersteller verkauft und mussten den Preis akzeptieren, der ihnen gezahlt wurde. Eine eigene Verarbeitungsanlage kam für die Kleinbauern auch als Vereinigung nicht in Frage, aber sie konnten einen Vertrag mit dem Weinhaus Astaburuaga schließen, der seines Gleichen sucht. Astaburuaga gehört zu den kleineren bis mittleren Weinhäusern in der Region und übernimmt seither das Keltern und Abfüllen des Weines. Die Bauern von Sagrada Familia haben ein außergewöhnliches System von monatlichen Abschlagszahlungen entwickelt, so dass jedes Mitglied eine Art „Gehalt“ bekommt. Diese Zahlungen orientieren sich nicht nur an dem Preis der Trauben, sondern auch am Preis des daraus hergestellten Endproduktes Wein. Somit profitieren die Bauern von Sagrada Familia auch ohne eigene Verarbeitungsanlage von der Wertsteigerung, die dieses Produkt im Laufe der Verarbeitung erfährt. Diese Regelung gilt nicht nur für die Weine, die exportiert werden, sondern auch für die, die lokal verkauft werden. Durch diese monatlichen Zahlungen verfügen die Bauernfamilien regelmäßig über Bargeld und können dadurch zum Beispiel ihre Kinder besser auf weiterführende Schulen schicken. Besonders wichtig für die Bauernfamilien sind die Abschlagszahlungen in den Monaten vor der Traubenernte. Die Vereinigung Sagrada Familia organisiert zudem Ausbildungskurse für alle Mitglieder, ein Weinfachmann wurde dafür eingestellt; sein Gehalt wird durch den Fairen Handel getragen. Über die Verwendung des Mehrpreises wird auf der Generalversammlung der Organisation entschieden, auf der jedes Mitglied unabhängig von der Größe des Betriebes eine Stimme hat.

 

Die Produzenten

 

Die einzelnen Mitglieder der Vereinigung leben in den Weilern Santa Rosa und Primavera, die zum Dorf Sagrada Familia gehören. Durch die Landreform in den 60er-Jahren erhielten diese Menschen zum ersten Mal Zugang zu Land. Nach dem Militärputsch 1973 wurden sie allerdings nicht weiter gefördert, sondern im Gegenteil. Die früheren Landarbeiter taten sich zudem oft schwer mit der ökonomischen Bewirtschaftung des Landes. Im Gegensatz zu vielen anderen Bauern konnten die Mitglieder von Sagrada Familia ihr Land bis heute behalten und mussten es nicht zum Beispiel aufgrund von Verschuldung verkaufen. Im Schnitt haben die Bauern etwa acht Hektar Land, davon ist die Hälfte mit Weinstöcken bepflanzt. Neben Gemüse für den eigenen Bedarf und Futter für das Vieh pflanzen sie noch Tomaten, Tabak und Himbeeren zum Verkauf auf dem lokalen Markt an. Da die Arbeit im Weinberg als „reine Männersache“ gilt, sind keine Frauen Mitglied der Vereinigung Sagrada Familia. Die Frauen spielen jedoch in der Landwirtschaft für den eigenen Bedarf eine große Rolle.

Am Beispiel von Rotwein wird die Spezialvereinbarung für zwölf Abschlagszahlungen von Sagrada Familia konkretisiert: Januar bis Februar: Die Bauern erhalten auf der Basis der im folgenden März zu erwartenden Traubenmenge und des zu erwartenden Preises jeweils ein Zwölftel als Abschlagszahlung. März bis Juli: Im März werden die Trauben dann geerntet und für jede Traubenkategorie ergibt sich ein lokaler Marktpreis. Bis Juli wird jeweils ein Zwölftel auf der Basis dieses Marktpreises gezahlt. August bis September: Ein neuer Preis wird auf der Basis des Weines, der nach dem Ende der Gährung bereits gehandelt wird, vereinbart und die monatlichen Zahlungen wird entsprechend angepasst. Oktober bis Dezember: Die monatliche Zahlung wird an den Marktpreis des ausgebauten und gereiften Weines angepasst.

 

Produktion und Vermarktung

 

Curicó ist Chiles bekannteste Weingegend, wie Bordeaux in Frankreich. Die Weinherstellung hat in diesem südamerikanischen Land auch eine lange Tradition. Bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts werden dort Trauben angebaut, um Wein zu gewinnen. Französische Rebsorten wie für Cabernet Sauvignon kamen Mitte des 19. Jahrhunderts nach Chile und wurden dort heimisch. Der erste chilenische Wein wurde bereits 1877 nach Europa verkauft, da dort viele Rebstöcke durch Reblausbefall zerstört worden waren. Da die Reblaus Chile bis heute nicht erreicht hat, gedeihen in Chile noch die alten, wurzelechten Rebsorten. Die Bauern von Sagrada Familia verfügen insgesamt etwa über 100 Hektar Land, das mit Rebstöcken bepflanzt ist. Darauf wachsen die traditionellen Traubensorten Cabernet-Sauvignon, Merlot, Carmenère, Sauvignon Blanc und Chardonnnay, woraus zu etwa 70 Prozent Weißwein und 30 Prozent Rotwein entsteht. Die Bauern betreiben konventionellen Anbau, doch aufgrund des günstigen Klimas und der guten Bodenbeschaffenheit muss kaum Chemie eingesetzt werden. Für eine Bio-Zertifizierung sind die finanziellen Mittel der Vereinigung nicht vorhanden. Das Keltern der Trauben und das Abfüllen des Weines sowie der Export wird vom Weinhaus Astaburuaga übernommen. Sagrada Familia stellt insgesamt über eine Million Liter Wein her. Sie werden zu 98 Prozent exportiert, teils in Flaschen und teils in Fässern. Im Fairen Handel sind Weine wie „Lautaro“ und „El Sur“ im Sortiment.

 

 

 

Informationen zu Südafrika

 

Goue Vallei -   891

 

Das Land in Stichworten

 

Mit den ersten freien Wahlen im April 1994 überwand Südafrika das letzte Relikt der seit 1948 herrschenden strikten Rassentrennung. Die Regierung unter Nelson Mandela übernahm eine schwere Aufgabe, denn die Apartheid-Politik hat in allen gesellschaftlichen Bereichen schwere Deformationen hinterlassen. Eine Arbeitslosenquote von über 33 Prozent (unter der schwarzen Bevölkerungsmehrheit liegt der Anteil sogar bei fast 41 Prozent), geringe Arbeitsproduktivität aufgrund der jahrzehntelang praktizierten Benachteiligung der Schwarzen bei Bildung und Ausbildung und eine hohe Staatsverschuldung charakterisieren die wirtschaftliche Situation. Auch in der Verteilung des Landbesitzes und der Versorgung mit dem Nötigsten (Wohnraum, Schulen, Trinkwasser, medizinische Versorgung) spiegelt sich das soziale Gefälle zwischen Schwarzen und Weißen. Wichtigstes Ziel der Regierung Mandela war daher die Befriedigung der Grundbedürfnisse der armen Bevölkerungsmehrheit. Zu den schwierigsten Aufgaben im Übergang vom Apartheidstaat zur „Regenbogen-Nation“ gehört die Auseinandersetzung mit der bitteren Vergangenheit, die zum Beispiel am runden Tisch der „Wahrheitskommission“ unter dem Vorsitz von Erzbischof Desmond Tutu geführt wurde. Nelson Mandelas Nachfolger im Amt des Präsidenten ist Thabo Mbeki. Bei der letzten Parlamentswahl konnte der ANC (African National Congress) seine Mehrheit leicht ausbauen.

 

 

Die Organisation

 

Die Winzerkooperative Goue Vallei (dt. das goldene Tal) wurde bereits 1958 in Citrusdal gegründete. Die 115 Mitglieder der Genossenschaft gehörten zwar alle während des Apartheidsstaates der privilegierten Schicht an, galten aber bereits damals als Pioniere in Sachen sozialer Veränderung. So trugen sie zur Verbesserung der Lebensbedingungen der überwiegend schwarzen Landarbeiter bereits während der Apartheid bei, zum Beispiel durch erheblich bessere Häuser. Der Faire Handel setzt genau bei der Förderung der Landarbeiter an und zahlt einen Mehrpreis von derzeit fünf Prozent des FOB-Wertes (Free on Board) an eine lokale Nichtregierungsorganisation (NRO) in Citrusdal names GOV, die dieses Geld für die Fortbildung der Landarbeiter einsetzt. Vom privaten Gehaltsmanagement, über den Umgang mit Konflikten in der Gruppe bis zur erfolgreichen Kommunikation wird vieles gefördert, damit die Beteiligung der schwarzen Landarbeiter zum Beispiel durch den Betriebsrat in den einzelnen Winzerbetrieben selbst gestärkt wird. Bei dieser auf lange Zeit angelegten Bewusstseinsarbeit ist neben dem höheren Preis vor allem die Kontinuität des Fairen Handels von großer Bedeutung. Der Vorstand der Kooperative Goue Vallei besteht aus acht Weinbauern, die sich sechs Mal pro Jahr treffen, um die Rahmenrichtlinien für den Manager der Kooperative festzulegen. Da die Farmen in der Bergregion liegen, die noch eine schützenswerte Pflanzenwelt hat, hat die Koopertive zum Beispiel das Programm „In step with nature“ (dt. „im Gleichklang mit der Natur“) begonnen, das ein Schutzprojekt für die heimische Flora und damit den Erhalt der Artenvielfalt in der Region beinhaltet.

Als ein Beispiel eines Mitglieds soll das Weingut „Paardekop“ vorgestellt werden, das heute von dem Ehepaar Erasmus und Hannalie Van Zyl geleitet wird. Das Weingut wurde bereits 1925 vom Großvater des heutigen Besitzers gegründet und verfügt über eine Fläche von 1 500 Hektar. Darauf werden hauptsächlich Zitrusfrüchte angebaut, aber auch etwa 710 Tonnen Trauben an die Kooperative abgeliefert. Außerdem bietet „Paardekop“ Rooibos, Aprikosen und Pfirsiche an und hat große Weiden für die Schafe. Auf dem Landgut arbeiten zur Zeit 90 fest angestellte Mitarbeiter, davon 50 Männer und 40 Frauen. Zusätzlich werden in der Saison noch 20 weitere Arbeitskräfte benötigt. 40 Häuser der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen sowohl über einen Stromanschluss und fließend Wasser, als auch über ein Bad. Für die Saisonarbeitskräfte stehen Zimmer mit Bad zur Verfügung, falls sie abends nicht nach Hause fahren können.

 

Auf dem Gut „Paardekop“ befindet sich eine Grundschule und Kinderkrippen. Die Frauen, die in der Krippe arbeiten, haben mit den Besitzern vereinbart, dass sie im Wechsel vier Monate in der Krippe und danach wieder vier Monate in der Landwirtschaft arbeiten. Der Betriebsrat des Gutes besteht zurzeit aus zwei Frauen und fünf Männern, die die Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wahrnehmen. Es gibt zudem einen Frauen- und Männerclub.

 

Die Produzenten

 

Die Landarbeiter, die auf den Goue Vallei-Weingütern arbeiten, sind überwiegend in der Gewerkschaft „The Food and Allied Workers Union (FAWU)“ organisiert und verfügen daher über festgesetzte Löhne, einen Anspruch auf Urlaub, zusätzliche Prämien und können meist vergünstigt auf den Gütern Lebensmittel einkaufen. Vereinbart werden konnten zum Beispiel auch Arbeitszeiten von Montag bis Donnerstag von 7.15 bis 17.30 Uhr, eine Stunde Mittagspause und eine Viertelstunde Teepause. Freitags endet die Arbeitszeit bereits um 16 Uhr. Der Mindestlohn beträgt für Mitarbeiter zwischen 222 Rand und 450 Rand pro Woche, je nach dem Grad der Verantwortung, Qualifikation, Erfahrung und eschäftigungsdauer. Die Lohnerhöhungen sind prozentual für alle gleich und werden meist zum 1. Juni eines jeden Jahres fällig. Auf den Mitgliedsgütern der Kooperative erhalten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mindestens zwölf Tage Jahresurlaub und zusätzlich einen weiteren Tag für jeweils drei Beschäftigungsjahre, maximal 21 Tage. Fünf weitere freie Tage erhält der gewerkschaftliche Vertrauensmann, den es auf vielen Gütern gibt. Zusätzlich zum Lohn gibt es eine jährliche Bonuszahlung, mindestens im Wert des Gehaltes von 17 Arbeitstagen. Die Prämie für langjährige Betriebszugehörigkeit beläuft sich zum Beispiel bei 10 Jahren auf 1 000 Rand und bei 20 Jahren auf 2 000 Rand. Die Beschäftigten haben Anspruch auf eine Rentenversicherung, in die etwa zehn Prozent des Gehaltes eingezahlt werden, vier von den Beschäftigten selbst und sechs Prozent vom Arbeitgeber. Im Krankheitsfall oder zum Kauf einer Brille stellt die Kooperative den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zinslose Kredite zur Verfügung.

 

Produktion und Vermarktung

 

Die Kooperative hat eine eigene Vermarktungsorganisation „Goue Vallei Wine“, die die Trauben von den Mitgliedern aufkauft. Der Gewinn nach Verkauf des Weines fließt an die Kooperative zurück. Bei der Kooperative „Goue Vallei“ sind 75 Menschen beschäftigt, 40 davon im Weinkeller, die ebenfalls über einen Betriebsrat verfügen. Der Wein wird allerdings in der Nachbarstadt Worcester abgefüllt, da die Kooperative keine eigene Abfüllanlage besitzt, denn diese Investition rentiert sich erst ab einer bestimmten Größe. Etwa ein Viertel des Rot-, Rosé- und Weißweines wird derzeit überwiegend nach Europa exportiert, während drei Viertel der Produktion im Inland ihren Absatz findet. Im Jahr 1997 wurden in allen Betrieben zusammen rund 8 000 Tonnen Weintrauben geerntet, mit einer steigenden Tendenz. Für fast alle Mitglieder ist der Anbau von Zitrusfrüchte und von Rooibos für die Teeherstellung bislang von größerer Bedeutung als der Verkauf von Wein. Die niederländische Fair Handelsorganisation FTO importiert den Wein bereits seit 1998, die gepa bezieht seit Mitte 2001 im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit Roséwein über FTO .

 

 

 

 

Stellar Winery (PTY) - 880 

 

 

Das Land in Stichworten

 

Mit den ersten freien Wahlen im April 1994 überwand Südafrika das letzte Relikt der seit 1948 herrschenden strikten Rassentrennung. Die Regierung unter Nelson Mandela übernahm eine schwere Aufgabe, denn die Apartheid-Politik hat in allen gesellschaftlichen Bereichen schwere Deformationen hinterlassen. Eine Arbeitslosenquote von über 33 Prozent (unter der schwarzen Bevölkerungsmehrheit liegt der Anteil sogar bei fast 41 Prozent), geringe Arbeitsproduktivität aufgrund der jahrzehntelang praktizierten Benachteiligung der Schwarzen bei Bildung und Ausbildung und eine hohe Staatsverschuldung charakterisieren die wirtschaftliche Situation. Auch in der Verteilung des Landbesitzes und der Versorgung mit dem Nötigsten (Wohnraum, Schulen, Trinkwasser, medizinische Versorgung) spiegelt sich das soziale Gefälle zwischen Schwarzen und Weißen. Wichtigstes Ziel der Regierung Mandela war daher die Befriedigung der Grundbedürfnisse der armen Bevölkerungsmehrheit. Zu den schwierigsten Aufgaben im Übergang vom Apartheidstaat zur „Regenbogen-Nation“ gehört die Auseinandersetzung mit der bitteren Vergangenheit, die zum Beispiel am runden Tisch der „Wahrheitskommission“ unter dem Vorsitz von Erzbischof Desmond Tutu geführt wurde. Nelson Mandelas Nachfolger im Amt des Präsidenten ist Thabo Mbeki. Bei der letzten Parlamentswahl konnte der ANC (African National Congress) seine Mehrheit leicht ausbauen.

 

Die Organisation

 

In der Stellar Winery in Trawal nahe der Westküste Südafrikas werden erstklassige Weine aus Bio-Trauben aus der Region hergestellt. Da die Bio-Trauben des eigenen landwirtschaftlichen Betriebes nicht ausreichen, kaufen sie von anderen Bio-Farmen aus der Region zu. Vorher hat der Betrieb ausschließlich Tafeltrauben verkauft. Doch dann hat sich die Familie Roussouw als Eigentümer von Stellar entschlossen, ihre Trauben selbst zu verarbeiten. Dadurch haben sie nicht nur ein zweites Standbein für den Betrieb, sondern können durch die Verarbeitung eines landwirtschaftlichen Produktes auch stärker an der Wertschöpfung teilhaben. Seit 2002 produziert die daraufhin gegründete Stellar Weinkellerei ausschließlich Weine unter einem eigenen Label. Das Gebäude der Stellar Winery befindet sich in dem Ort Trawal, der etwa 275 Kilometer nördlich von Kapstadt an der Hauptverbindungsstraße nach Namibia liegt. Dort herrscht ein fast wüstenähnliches Klima mit extremen Temperaturschwankungen und das ökologische Gleichgewicht ist sehr empfindlich. Mit dem ökologischen Anbau, den die Eigentümer der Stellar Winery betreiben, werden sie diesen schwierigen Umweltbedingungen am besten gerecht. Die Firmenpolitik des Wein herstellenden Betriebes Stellar Winery ist durch folgende Punkte gekennzeichnet:

 

• Öko-Anbau von Trauben und Öko-Verarbeitung zu Wein

• Keine Diskriminierung von Frauen

• Keine Kinderarbeit

• Besonders Förderung von schwarzen Mitarbeitern

• Reduzierung von Alkohol- und Drogenmissbrauch

• Gebrauch lokaler Sprachen

• Eigenes Farmland für die Mitarbeiter zum Bio-Gemüseanbau

• Anteilseignerschaft der Belegschaft von 26 Prozent

 

Letzteres war für die Eigentümer der Stellar Winery von Anfang an Teil ihres Konzeptes. Ihnen war aber auch klar, dass es mit dem bloßen Überschreiben der Anteile nicht getan ist. Deshalb war ihnen die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter von großer Bedeutung. Diese Übereignung von 26 Prozent beruht zwar auf einem südafrikanischen Gesetz (Black Economic Empowerment), das nach dem Ende der Apartheid eingeführt wurde, um die schwarze Mehrheit der Bevölkerung stärker am Besitz zu beteiligen. Denn für eine weit reichende Entscheidung wie zum Beispiel den Verkauf des Landes wären mindestens 75 Prozent der Aktien notwendig, sodass dies ohne die Zustimmung der Belegschaft nicht möglich wäre. Aber dieses Gesetz wird in anderen Betrieben bei weitem nicht so konsequent umgesetzt wie bei der Stellar Winery. Viele Firmenbesitzer gründen zum Beispiel neue kleine Firmen und beteiligen ihre Mitarbeiter daran mit 26 Prozent. Damit erfüllen sie zwar das Gesetz, aber in ihrem eigentlichen Unternehmen sind sie damit weiterhin die alleinigen Eigentümer. Bei der Stellar sind die Mitarbeiter direkt an der Weinkellerei beteiligt, in der sie arbeiten. Daraus wird deutlich, dass die Eigentümer der Stellar Winery nicht nur an ökologischer Produktion interessiert sind, sondern ebenfalls an der sozialen Entwicklung in ihrer Region. Aus diesem Grund haben sie den Kontakt zum Fairen Handel gesucht und wurden 2003 von FLO (Fair Trade Labelling Organizations International) zertifiziert. Im Fairen Handel erhält die Stellar Winery einen Mindestpreis von 0,15 Euro pro Kilogramm Trauben, einen Aufschlag von 0,05 Euro für Sozialmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine Bio-Prämie von 0,026 Euro. Über die Verwendung des Mehrpreises entscheidet die Vertretung der Mitarbeiter und diese Summe fließt in den so genannten Stellar Workers Trust.

 

Die Produzenten

 

Die Hauptzielgruppe des Fairen Handels sind die Mitarbeiter der Stellar Winery, also des Verarbeitungsbetriebes. Dort arbeiten zurzeit etwa 80 fest angestellte Mitarbeiter ganzjährig sowie bis zu 160 Mitarbeiter in der Erntezeit der Trauben zwischen Juli und März. Viele dieser Saisonarbeitskräfte kommen schon seit vielen Jahren in diesen Betrieb. Abgesehen von der Weinherstellung sind sie auch für die kühle Lagerung der Tafeltrauben zuständig, die direkt neben der Stellar Weinkellerei erfolgt. Im Betrieb gibt es neben den Vorarbeitern sowohl einen Gesundheitsverantwortlichen als auch eine Sicherheitsverantwortliche. Insgesamt wird auf die Arbeitssicherheit bei der Stellar Winery großer Wert gelegt. Die fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stellar leben zusammen mit ihren Familien in kleinen Häusern mit Garten, verfügen über eine gute Gesundheitsvorsorge durch eine mobile Klinik und eine vorbildliche Betreuung der Kinder im Kindergarten und in der Grundschule. Die Kinderbetreuung findet in den drei örtlichen Gemeindezentren statt, hat ein sehr gutes Niveau und orientiert sich an den Bedürfnissen der Frauen und Männer, die in dem Betrieb arbeiten. In der Siedlung der Mitarbeiter gibt es acht so genannte Nachbarschaftsverantwortliche, die sich zum Beispiel dann aktiv werden, wenn Kinder von ihren Eltern vernachlässigt werden. Sie mischen sich bei Familienstreitigkeiten ein oder werden beim Drogenkonsum in Familien aktiv. Vor allem Alkoholmissbrauch kommt häufig in den Siedlungen vor. Außerdem sind zwei Sozialarbeiter vor Ort aktiv und unterstützen die Nachbarschaftsverantwortlichen bei ihrer Arbeit. Über die Aufgaben, die mithilfe des Fair-Trade-Aufschlages finanziert werden sollen, wird im Stellar Workers Trust entschieden. Wichtig ist dabei, dass in diese Überlegungen ebenfalls die Saisonarbeitskräfte einbezogen werden und nicht nur die fest Angestellten. So wurde zum Beispiel für die Saisonarbeitskräfte ein Bus angeschafft, mit dem diese aus der etwa 45 Kilometer entfernten Stadt Vredendal abgeholt und wieder zurückgebracht werden. Die fest Angestellten erhielten zuvor Zäune für ihre Häuser, da es öfters zu Einbrüchen kam. Zukünftig werden die Stellar-Firmenanteile, die den Mitarbeitern bereits von den Eigentümern übertragen wurden, aus dem Fair-Trade-Aufschlag abbezahlt. Für den Kauf der Anteile geben die Banken übrigens keine Kredite. Das Farmland, das die Mitarbeiter bereits zum Anbau von Biogemüse nutzen, wird ebenfalls aus diesem Aufschlag finanziert werden. In der Stellar Winery gibt es zudem das Workers Committee, eine Art Betriebsrat. Dieses Gremium entscheidet mit über die Zahl der Urlaubstage, den Bonus und die Löhne, die über dem Landesdurchschnitt liegen. Die Mitglieder des Gremiums haben Zugang zum Internet und zu Informationen der Stellar Winery. In der Stellar Winery werden die engagierten Mitarbeiter besonders gefördert. So konnte zum Beispiel Maria Malan, die heutige Vorsitzende des „Stellar Workers Trusts“ sich von der Haushaltshilfe bis zur Betriebsleiterin weiterqualifizieren – eine außergewöhnliche Karriere für eine schwarze Frau in Südafrika. Heute ist sie die Vorgesetzte von bis zu 200 Mitarbeiter. Ein weiteres Beispiel ist die junge Landarbeiterin Berenice Cloete, die eine Ausbildung als Weintesterin erhält. Die allein stehende Mutter von zwei Kindern konnte die Schule nicht beenden, da sie sich um ihre Kinder kümmern und Geld verdienen musste.

 

Produktion und Vermarktung

 

Die Weintrauben wachsen in der Halb-Wüste an der Grenze zu Namibia. Eine der fünf Farmen, von denen zurzeit die Bio-Trauben kommen, ist in Trawal, während die anderen sich am Olifants River und im Namaqualand befinden. In der gesamten Region gibt es große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Das trockene Land wird über Staudamm und Kanäle bewässert. Anstatt Kompost als Dünger aufzubringen wird mit Mulch gearbeitet, da in diesem extremen Klima der Kompost zu stark reagieren würde. Gegen die in den Traubenfeldern vorkommenden Schnecken helfen Enten, die diese fressen und zudem Eier für die Mitarbeiter liefern. Im Jahr können etwa 3 000 Tonnen Öko-Trauben verarbeitet werden. Sie werden von Hand gepflückt und entweder in kleinen Plastikboxen oder großen Gefäßen zur Verarbeitung in die Weinkellereien transportiert. In der Anlage werden die Trauben auf null Grad Celsius heruntergekühlt, bevor sie ausgepresst werden und bleiben dort zwei Wochen. Aufgrund des Kühlens muss kein Sulfatoxid (SO2) eingesetzt werden, denn die Bakterien und Heften können bei null Grad nicht aktiv seinen. Für diese Art der Weinherstellung wird übrigens die bereits vorhandene Kühlanlage für die Tafeltrauben verwendet, die früher nur acht Wochen im Jahr genutzt wurde.

Im Geschäftsjahr 2003/04 wurden 20 Prozent des Weines exportiert und 80 Prozent im Inland verkauft. Unsere Weine tragen den Namen „ilula sela“ und dies bedeutet in der in Südafrika gesprochenen Xhosa-Sprache „angenehm zu trinken“. Als Rotweine bietet die Stellar Winery unter anderem Merlot und Pinotage an. Während die Merlot-Rebe eine aus Frankreich eingeführte Sorte ist, wurde die Pinotage 1925 in Südafrika gekreuzt und zwar aus Pinot Noir und Cinsault. Sie gilt heute als typische rote Rebsorte Südafrikas. Die Rebsorte „Colombard“, aus der Weißwein gewonnen wird, ist die zweitwichtigste Rebsorte für Südafrika und auch sie ist ursprünglich aus Frankreich.

 

 

 

 

Wissenwertes über Weine

 

Die Herkunftsländer der GEPA-Weine

Wein aus Argentinien

Argentinischer Wein - so wie vieles aus der argentinischen Küche - hat seine Wurzeln in Spanien. Während der spanischen Kolonialisierung Amerikas bracht Juan Cedrón im Jahre 1557 die ersten Weinreben nach Santiago del Estero. Der Weinanbau und die Weinproduktion erstreckte sich naturgemäß zunächst auf die Nachbarregionen, bald aber auch auf andere Teile Argentiniens. Traditionell waren argentinische Weinbauern mehr an Quantität als an Qualität interessiert, und sie verbrauchten 90 Prozent des produzierten Weines im Land selber.

Nichtsdestotrotz brachte aber der Wunsch, den Weinexport anzuheben, vermehrte Anstrengungen mit sich, auch die Qualität des Weinanbaus zu steigern. In den 1990er Jahren begann Argentinien mit dem Weinexport, der bis heute stetig ausgebaut wird. 

Die Abwertung des argentinischen Peso im Jahr 2002 war ein Anstoß an die Weinindustrie, denn die Produktionskosten sanken und der Tourismus in Argentinien stieg signifikant an. Das machte den Weg für einen neuen sog. Wein-Tourismus in Argentinien frei. 

Argentinien ist der größte Weinproduzent Südamerikas und der fünftgrößte der Welt. Es werden mehr als 1.200 Millionen Liter Wein hergestellt. Man sagt, Argentinien stelle den besten Malbec her. Ironischerweise hätte Argentinien in den 1980er Jahren aufgrund der schematisierten Weinanbausubventionen der Regierung beinahe den Anbau dieser Rebsorte aufgegeben.

Aufrund der Höhe, in der sich die meisten Weinanbaugebiete befinden, und der niedrigen Luftfeuchtigkeit muss der Weinbau Argentiniens nur selten mit den Problemen Insekten, Pilzen, Mehltau und anderen Krankheiten kämpfen. Das erlaubt den Anbau mit keinen oder nur geringen Pestiziden oder sogar den biologischen Weinanbau.

Hervorragende Bedingungen herrschen hier also auf der fünftgrößten Anbaufläche der Welt. Der Versuchung des Massenanbaus weiß man mehr und mehr zu widerstehen. Qualitäten, die sich denen der klassischen Weinbauländer schnell annähern, wissen mittlerweile die Weinfreunde auch außerhalb Südamerikas zu überzeugen. Da das Klima, trocken mit ausreichend Sonne und den kühleren Nächten im Zusammenspiel mit dem satten Schwemmland die Reben hervorragend gedeihen lässt, bedarf es nur noch fachkundiger Winzer, um daraus das Beste zu machen. Hier lernt man begierig von den Kollegen aus der Alten Welt, die sich in dieser aufblühenden Weinregion gerne engagieren. Argentinischer Wein wird unaufhaltsam seinen ihm unzweifelhaft zustehenden Platz im internationalen Weinmarkt einnehmen.

 

Wein aus Chile

Bereits Mitte des 15. Jahrhunderts brachten die Spanier den Wein nach Südamerika und auch später kultivierten vor allem europäische Einwanderer immer wieder Reben. Lange Jahre wurden uns die chilenischen Weine vorenthalten, man produzierte nur für den eigenen Verbrauch. Dann jedoch entdeckten große europäische Namen das Potential dieses Landes. Weingüter wurden aufgebaut, übernommen und auf internationalen Standard gebracht. Dieser Aufschwung verwundert nicht, wenn man die ausgezeichneten Bedingungen Chiles für den Weinbau bedenkt. Hervorragende mineralische Böden, die die Notwendigkeit einer starken Düngung fast überflüssig machen, kaum Schädlinge und ein trockenes Klima mit starkem Temperaturabfall zur Nacht lassen Trauben optimal gedeihen. Wenn dann die entsprechend ausgereifte Keltertechnik hinzukommt, lässt das wunderbar ausgereifte Weine, schöne Cabernet-Sauvignons, Merlots und andere entstehen. Noch heute profitieren die Winzer dieses Landes von der uralten Hochkultur der Inkas. Große Teile des ausgeklügelten Bewässerungssystems gehen auf diese chilenischen Urahnen zurück. Es lohnt sich immer, einen guten chilenischen Wein neben einem europäischen „Bruder“ zu kosten, das Ergebnis ist oft überraschend.

Als einziges Land der Welt von der Reblaus verschont, konnte man nach der Zeit der Militärjunta, als das Land sich demokratisierte und öffnete, auf wurzelechte Reben zurückgreifen.

Klimatisch hat Chile die besten Bedingungen und bringt durch immer höheres Wissen immer weitere Überraschungen hervor. Eines der ganz bekannten Anbaugebiete ist Curico.

 

 

 

 

 

 

 

Weine aus Südafrika

Bereits aus dem Jahre 1659 ist die erste Weinherstellung in Südafrika überliefert. Von da bis zum heutigen Weinbau in Südafrika war ein langer, beschwerlicher Weg mit vielen Rückschlägen zurückzulegen. So blieb auch Südafrika u.a. nicht von der Reblaus verschont, der Weinbau war am Boden. Verzweifelt versuchte man, die Verluste wettzumachen, indem man auf Masse setzte. Aber dies war der falsche Weg, denn die Menge an Wein war, auch aufgrund mangelhafter Qualität, nicht zu vermarkten.Hier wie auch in Chile nach Beruhigung der politischen Situation, lernt man die Gunst der Natur zu nutzen und hochwertige Weine aus passenden Importreben zu keltern. Hervorgetan haben sich insbesondere die Winzer der Hauptanbaugebiete um Stellenbosch und Paarl, oft nicht ohne die willkommene Hilfe und Erfahrung ausländischer Önologen. So unterschiedlich wie die Böden ist auch das Klima, fruchtbare Schwemmböden sind hier ebenso zu finden wie karge Kies- und Sanduntergründe. Mildes, aber regenreiches Klima an den Küsten steht im Kontrast zu den heissen Sommern im Inneren des Landes. In den heißen Gegenden führt das oft sogar dazu, dass die Weinlese nachts betrieben wird, um die Trauben nicht allzu aufgeheizt in die Kelterhäuser zu bringen, was der Vinifizierung schaden würde. Nach der Abschaffung der Apartheid und der Öffnung der Weltmärkte konnte Südafrika relativ schnell mit hervorragenden Weinen überzeugen, die jungen Winzer sind oft in Europa hervorragend ausgebildet und der technische Standard in den Weingütern sehr hoch. 

 

Ein Kompass durch das Land der 1000 Reben: Warenkunde Rebsorten

Weltweit gibt es rund 15.000 Arten und über 2.000 davon werden für die Weinerzeugung und als Tafeltrauben kultiviert. Viele davon haben nur eine begrenzte, lokale Bedeutung. Jedes Land, jedes Anbaugebiet haben häufig ihre typischen Rebsorten.Der Geschmack und der Charakter eines Weines werden hauptsächlich durch die Rebsorten bestimmt. In geringerem Maße fließen die Lage und deren Bodeneigenschaften sowie der Ausbau durch den Winzer geschmacksprägend mit ein. 

Sauvignon Blanc

Die weiße Rebsorte zählt zu den so genannten Cépages nobles. Sie wurde im Jahre 1710 erstmals urkundlich erwähnt. Eine Legende über König Heinrich IV. (1553-1610) könnte auf das Alter der Rebe hindeuten. Unmittelbar nach seiner Geburt soll ihm sein Großvater die Lippen mit einer Knoblauchzehe eingerieben und einen Schluck Sauvignon Blanc eingeflößt haben. Dies machte den König angeblich später zum großen Weingenießer. Die Rebe hat eine hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird. Sauvignon Blanc ist die zweitwichtigste weiße Rebe nach Chardonnay. Sortenrein ergibt sie einen frischen Wein mit eigenwilligen, pikanten Johannis- und Stachelbeeraromen, häufig auch „grünen“ Noten wie frisch gemähtem Gras.

 

Pinotage

Die rote Rebsorte ist eine südafrikanische Neuzüchtung zwischen Pinot Noir und Cinsaut. Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1924 durch Professor Abraham Isak Perold an der Universtät in Stellenbosch. Dieser nannte die Rebe „Perold’s Hermitage x Pinot“. Sein Nachfolger Charles Theron pfropfte sie 1935 erfolgreich auf virusfreie Unterlagen. Erstmals Wein wurde erst im Jahre 1941 daraus gewonnen. Im Jahre 1959 wurde von der Stellenbosch Farmer’s Winery ein Wein produziert, der 1961 mit dem Namen Pinotage vermarktet wurde. 

Pinotage ist früh reifend und sehr zuckerhaltig. Er gedeiht am besten in heißen und trockenen Weinbergslagen. Üblicherweise wird Pinotage sortenrein gekeltert, doch auch Cuvées mit dem spät reifenden Cabernet Sauvignon sind für ihre samtige Struktur und das Aroma von roten Beeren bekannt.

Interessant ist hierbei zu bemerken, dass die Pinotage-Rebe fast ausschließlich in Südafrika gedeiht. Die Anbaufläche betrug dort im Jahr 2007 6.139 ha. 

 

Cabernet Sauvignon

Diese rote Rebsorte zählt zu den so genannten Cépages nobles und ist die wahrscheinlich berühmteste der Welt. 

Von vielen Experten wird sie als edelste und potentiell beste Rebsorte überhaupt bezeichnet. Die Traube wurde in Frankreich bereits im Jahre 1635 urkundlich erwähnt - damals sendete Kardinal Richelieu (1585-1642) mehrere tausend Rebstöcke dem Abbé Breton - aber die Ursprünge der Sorte liegen im Dunkeln. 

Wiedererkennungsmerkmale des Cabernet Sauvignon sind der charakteristische Traubengeruch von schwarzen Johannisbeeren, der zum Teil durch einen Geruch von Zedernholz begleitet wird und die tiefdunkle Farbe der Weine. 

Die Cabernet Sauvignon Weine bestechen weniger durch die Art als vielmehr durch die Feinheit ihrer Aromen. 

Wenn die Traube voll ausreifen kann, ergibt sie vielschichtige gerbstoffreiche Weine. Als spät reifende Sorte muss sie in warmen Ländern stehen, damit der Wein nicht grasig oder nach grünem Pfeffer schmeckt. 

 

Carménère

Diese rote Rebsorte stammt ursprünglich aus Frankreich. Der Name leitet sich möglicherweise von der karminroten Farbe der Trauben ab. Da Carménère- und Merlotweinstöcke sich äußerlich stark ähneln, wurden aus Frankreich importierte Reben in Chile meist in „Mischbeständen“ gepflanzt. Weil die Rebsorte in Frankreich durch die Reblausplage nahezu vollständig verschwand, geriet der Name Carménère Anfang des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit. 

Seit 1850 wird die Traube in Chile angebaut und da Chile wegen der geographischen Abgeschiedenheit von der Reblausplage verschont blieb, wandelte sich das Weinland zum Exporteur alter Bordeaux-Rebsorten wie eben die Carménère Trauben. Man hielt die chilenischen Reben fortan wegen ihrer Ähnlichkeit für eine Variante des Merlot. Niemand konnte jedoch den deutlichen Geschmacksunterschied zwischen Merlotweinen aus Chile und denen anderer Länder erklären.Diesen Irrtum konnte der französische Rebenkundler Jean-Michel Boursiquot 1994 durch DNA-Analyse endgültig beseitigen. 

Den ersten reinen Carménère-Wein produzierte das chilenische Weingut „Carmen“ erst im Jahre 1996.Die chilenischen Winzer erkannten die Chance, eine Rebsorte praktisch exklusiv anbieten zu können und vergrößerten die Anbaufläche der Carménère. Seither hat sich die Zahl der zu Weinauszeichnungen eingeschickten Weine allein in Chile auf 115 vergrößert und fast 30% der chilenischen Carménère-Weine sind als qualitativ hochwertig ausgezeichnet. Carménère-Weine werden heute von vielen Wein importierenden Ländern, einschließlich Frankreich, reimportiert.


Merlot

Diese rote Rebsorte stammt ursprünglich aus Frankreich. Der Name ist vom französischen Wort für Amsel (merle) abgeleitet, weil diese Vögel die Beeren sehr gerne naschen. 

Es handelt sich um eine sehr alte Sorte, denn die erste Erwähnung unter dem Namen Crabutet Noir stammt angeblich bereits aus dem 14. Jahrhundert. 

Unter dem Namen Merlau oder Merlot wurde sie erstmals im Jahre 1784 im Bereich Libournais dokumentarisch erwähnt und zählte zu dieser Zeit zu den wichtigsten Bordeaux-Sorten. 

Der Merlot ist weich, schmeckt ein wenig nach Pflaumen, hat einen mittleren bis hohen Alkohol-Gehalt. Die Farbe dieses Weines ist dunkelrot. Merlot reift relativ früh und in vielen Gegenden Mitteleuropas daher auch gut aus.

 

Shiraz

Die rote Rebsorte ist genetisch identisch mit der Syrah, beide haben jedoch ihre eigene Geschichte. Der australische Weinbau-Pionier James Busby führte die Syrah-Rebe im Jahre 1833 aus Frankreich nach Australien ein. Er nannte sie damals Scyras, später wurde sie unter dem heute gebräuchlichen Namen Shiraz berühmt.

Sie ist heute in Australien und in Südafrika weit verbreitet. Der Shiraz- Wein ist in der Regel süß und reif und der Geschmack erinnert an Schokolade. 

Shiraz ist eine nicht sehr ertragreiche, aber hochwertige rote Rebsorte und recht unempfindlich gegen Spätfrost.  Kalte und nasse Witterung in der Blütezeit führt jedoch zu empfindlichen Ertragseinbußen. 

Normalerweise führen seine kleinen aber reichlich vorhandenen Beeren zu zufrieden stellenden Erträgen. Problematisch ist hier das Reifeverhalten, denn bei ungünstiger Witterung, z. B. zu wenig Sonne reift er nicht ganz aus. Dies führt wegen des außerordentlich hohen Tanningehaltes zu einem wenig erfreulichen Geschmack, der oft mit grün, unreif oder uncharmant beschrieben wird. Bei voller Sonne zur Reifezeit kippt er sehr schnell von der Reife zur Überreife, verliert seine Säure und sein reichfruchtiges Aroma. 

 

Malbec

die rote Rebsorte stammt wahrscheinlich aus dem nördlichen Burgund. Sie wurde früher in über 30 Départements angebaut, was die unzähligen Synonyme erklärt. Der französische Rebenkundler Pierre Galet nennt über 400. 

Nach der Überlieferung soll die Rebe im 16. Jahrhundert unter der Herrschaft des Königs François I. aus dem Cahors importiert und unter anderem in der Champagne angebaut worden sein. Der Name leitet sich von einem Mann namens Malbeck ab, der im 18. Jahrhundert die Rebe im Bordeaux weitflächig verbreitete. 

Das größte Anbaugebiet liegt heute mit etwa 24.000 Hektar in Argentinien, besonders in Mendoza, wo die Rebsorte auf ideale Bedingungen trifft. Auch in Chile und Australien wird sie angebaut. Ihre Anfälligkeit für  Fäulnis z. B. zeigt sich dort nur in seltenen feuchtkühlen Witterungsperioden. In der trockenen Wärme Argentiniens können zudem die dicken Traubenschalen besser ausreifen, was einem überhöhten Tanningehalt vorbeugt.

 

Torrontes

Die weiße Rebsorte mit ausgeprägt traubigem Geschmack ist eine der führenden Trauben Argentiniens. Sie hat im Bereich Weißweine die gleiche Bedeutung und Wichtigkeit wie der Malbec, der als sinnbildlicher Rotwein Argentinien im Weinanbau verkörpert.

Die Weißweine aus Torrontés-Trauben sind seit Jahren die Visitenkarte der argentinischen Winzer und haben schon viele internationale Preise gewonnen. Ihr Erfolg auf internationalen Märkten machte sie zum symbolischen Wein Argentiniens. 

Die Herkunft dieser Weintraube ist noch nicht mit Sicherheit festgestellt. Obwohl es in Spanien eine Traube gibt, die auch Torrontés heißt, haben verschiedene Studien keine Verwandtschaft gefunden.